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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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500 Zweites Buch. Drittes Capitel.

er die Facultäten, den Studenten bei der Inscription einenStudienplan mitzutheilen und ihnen dadurch einen sachkundigenRath hinsichtlich der Auswahl und Zeitfolge der zu hörendenVorlesungen zu ertheilen*). Vor allem wichtig aber warenSchulzes Bemühungen für die Einrichtung von Seminarenneben den Vorlesungen. Schon oben ist der Förderung ge-dacht, welche der alte Zögling von Wolfs philologischemSeminar ähnlichen Instituten in Berlin und Bonn, in Breslauund Halle, in Königsberg, Greifswald und Münster zu Theilwerden liess und an die Bedeutung erinnert, die sie für dieBildung eines gelehrten und wissenschaftlich tüchtigen Schul-standes"**) gewonnen haben. Ausser ihnen sind unter demMinisterium Altenstein theologische Seminare, ist in Königs-berg 1832 auch das erste historische und 1834 das erstemathematisch-physikalische Seminar eingerichtet, in dem Jacobidie Abtheilung für Mathematik und Neumann diejenige fürmathematische Physik zu leiten übernahm. In demselbenJahr wurde hier auch ein Seminar für die Naturwissenschafteneröffnet, nachdem schon 1825 ein solches in Bonn gegründetwar; als Sohncke, der in Königsberg neben Jacobi die mathe-matischen Uebungen geleitet hatte, nach Halle versetzt war,wurde auch hier ein ähnliches Institut eröffnet, dem dannnach dem 1839 erlassenen Reglement eine weitere Ausdehnunggegeben, das zugleich für Mathematik und Naturwissenschaftenbestimmt wurde.

Für letztere und für die Medicin aber war vor allemauch durch Sammlungen und Institute zu sorgen. Altensteinhat für solche vielfach sich bemüht; mannigfache Belegedafür sind in der neuerdings erschienenen Beschreibung dernaturwissenschaftlichen und medicinischen Staatsanstalten

*) Vgl. die auf die Vorlesungen, ihre Verzeichnisse und Studien-pläne bezüglichen Verfügungen bei Koch II, 177 ff.

**) Die Bedeutung der Universitätsseminare in dieser Beziehunghebt Wiese, Schulwesen I, 625 hervor; er hat eben desshalb auf denfolgenden Seiten eine Uebersicht über sie gegeben und dabei auch dieeinzelnen bei Koch abgedruckten Reglements für sie citirt, unter welchenich die hinsichtlich der philologischen Seminare erlassenen schon obenS. 393 erwähnte.