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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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501
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Seminare und Inatitute. 501

Berlins *) zu finden. Hier ist zu lesen, wie erfast einVierteljahrhundert hindurch die Interessen des grossen bota-nischen Gartens aufs nachdrücklichste wahrnahm und aufsliberalste förderte", wie er den Ankauf der WilldenowschenSammlung durchsetzte und dadurch den Grundstock einesHerbariums schuf und für dessen Erweiterung thätig war,wie unter ihm der Universitätsgarten eingerichtet, das zoo-logische und das mineralogische Museum bereichert, eineneue Sternwarte erbaut, für Anatomie und Kliniken gesorgtist. Keineswegs aber nur für die Universität der Hauptstadtund für seine rheinische Lieblingsschöpfung, die er in jederBeziehung reich auszustatten suchte, sondern auch für Breslau,Halle, Königsberg und Greifswald bestrebte sich Altensteineifrig, geeignete Räumlichkeiten und Hülfsmittel für natur-wissenschaftliche und medicinische Anstalten zu beschaffen.Und auch bei diesen Arbeiten stand ihm rathend und hülf-reich Schulze zur Seite; wie er erzählt, wurde erst durchseine und Beckedorffs Vorstellungen der Minister, der an-fänglich besorgte, dass die Interessen des grossen botanischenGartens bei Schöneberg durch einen für Unterrichtszweckeunmittelbar hinter dem Berliner Universitätsgebäude anzu-legenden Garten geschädigt werden könnten, bestimmt, eineangemessene Ausstattung auch für dieses Institut zu be-willigen, welches sich dannfür das Studium der Botanik ander Berliner Universität als überaus nützlich herausgestellthat". 1830 wurde Schulze auch zum Mitglied des Curato-riums der Charite ernannt und war als solches seit 1836 auchbei der Leitung der Thierarzneischule thätig; durch ihn isteine Erhöhung der Forderungen hinsichtlich der Vorbildungihrer Zöglinge durchgesetzt. Sein Interesse für baulicheFragen bewies er namentlich in Halle durch sein eifrigesund erfolgreiches Eingreifen in die Verhandlungen über einenPlatz für das neue Universitätsgebäude.

Hier in Halle war er bemüht auch der Universitäts-

*) Festschrift für die 59. Versammlung deutscher Naturforscheruud Aerzte. Im Auftrage des Ministers von Gossler bearbeitet vonGiittstadt. Berlin 1886.