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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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Philologen in Halle, Greifswald und Königsberg. 453

geübt hat, wo neben ihm noch über ein Vierteljahrhundertlang der schon seit 1825 hier als Ordinarius wirkende SchülerBöckhs Eduard Meier thätig war. Er hatte früher inGreifswald den ersten Anstoss zur Neubelebung der hierbisher darniederliegenden philologischen Studien gegeben,zusammen mit seinem Freunde Schümann, mit dem er auchdie von der Berliner Akademie gekrönte Preisschrift über denattischen Process bearbeitet hatte; was beide Freunde be-gonnen, wurde dann seit Meiers Uebersiedlung nach Hallewährend eines halben Jahrhunderts durch Schümanns uner-müdliche erfolgreiche Arbeit an der Universität seiner pom-merschen Heimath weitergeführt; indem das MinisteriumAltenstein den auch durch seine Lehrkraft ausgezeichnetenBearbeiter der griechischen Alterthümer zum Leiter der philo-logischen Studien in Pommern bestellte, hat es diese hierauf das Wirksamste gefördert. Für Königsberg war schondurch Süvern auf das Beste gesorgt, da 1813 nach dortLobeck berufen wurde. Schulze war sehr erfreut, dass dieserder preussischen Universität erhalten blieb; bewunderndschrieb er an Passow über Inhalt und Stil des „ausgezeich-neten" Aglaophamus, und andererseits wandte sich dessenVerfasser vertrauensvoll an Schulze, als an einen in seiner„Wissenschaft wie im Staatsdienst so angesehenen Mann".Einverstanden waren Beide auch in der Hochschätzung vonLobecks bedeutendstem Schüler, von Lehrs, der 1835 an derHochschule seiner ostpreussischen Vaterstadt zum ausser-ordentlichen Professor ernannt wurde; lebhaft interessirtesich Schulze für seine wissenschaftlichen Arbeiten; „unserLehrs, schrieb er 1843 an ßitschl, ist doch höchst aus-gezeichnet".

So wirkte an seinem Theile der Schüler Wolfs dazu mit,dass auf dem von diesem gelegten Grund so viele hervor-

und adäquatesten geoffenbart hat, für Beiwerke" erklärt wurden (s. Eib-beck, ßitschl I, 326). Ueber Meier vgl. Hertzbergs Artikel in der Allge-meinen Deutschen Biographie XXI, 209 ff., über Lehrs und LobeckFriedländers Aufsätze ebenda XVIH, 152 ff. und XIX, 29 ff. und die hierangeführte Literatur, über Schömann das Biographische Jahrbuch fürAlterthumskunde H. Jahrg. (1879) S. 8 ff.