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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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452 Zweites Bucb. Drittes Capitel.

knüpfte, fand er durch die folgenden Berichte bestätigt, jaübertroffen*).

Begonnen hatte Ritschi seine akademische Lehrthätig-keit in Halle, wo er als Student ebenso wie Haase beson-ders durch Gottfried Hermanns genialen Schüler Reisig an-geregt war. Als diesen 1829 in der Blüthe seiner Jahreein plötzlicher Tod dahinraffte, wurde als sein NachfolgerBernhardy bestellt, der durch Schulze bestimmt war, dieakademische Laufbahn zu ergreifen. Mit scharfem Blick hatteer erkannt, wie viel Gelehrsamkeit und Geist bei Bernhardyunter einer für den oberflächlichen Betrachter oft abstossendenSchale sich bargen, und desshalb ihn, den letzten hervorragen-den persönlichen Schüler Wolfs angetrieben, sich in Berlinzu habilitiren; 1825 war er dort zum ausserordentlichenProfessor ernannt und dabei die zuversichtliche Erwartungdes Ministeriums ausgesprochen, er werde „sich nicht nurals Docent, sondern auch als Schriftsteller auszeichnen undsich dadurch Ansprüche auf weitere Berücksichtigung er-werben". Nachdem er nun durch literarische und akademischeThätigkeit das ihm geschenkte Vertrauen gerechtfertigt undauch bei der Leitung des Seminars Böckh unterstützt hatte,wurde ihm das vacante Ordinariat in Halle und zugleich dieMitdirection des dortigen Seminars anvertraut. In seiner neuer-dings veröffentlichten Biographie hat Yolkniann**) in hellesLicht gestellt, wie Schulze sich um und durch die FörderungBernhardys verdient gemacht, wie tiefgreifenden Einflussdieser auf das Studium der Alterthuniswissenschaft in Halle

*) Ich durfte auch diese Berichte in der Registratur des Cultus-ministeriums einsehen; vgl. ausserdem Kekule, Welcker 178, 185ff.und Ribbeck, Ritschi II, 7 ff., 266 ff.

**) Vgl. in R. Volkmanns Schrift: Gottfried Bernhardy. Zur Er-innerung an sein Leben und Wirken (Halle 1887) namentlich S. 12,16 f., 24 f., 45, 109. Hier sind S. 145 auch Schulzes rühmende Worteüber B.s griechische Literaturgeschichte abgedruckt. Schon 1828hatte Schulze sich Passow gegenüber anerkennend über B.s „gediegene"Ausgabe des Dionysius Periegetes geäussert; nicht einverstanden warer dagegen, wie sein Brief an Ritschi vom 22. Febr. 1834 zeigt, mitB.s Eintheilnng der Philologie, bei der „die Statuen und Kunstgebildedes griechischen Alterthums, worin sich der Geist desselben am schönsten