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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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338
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338 Zweites Buch. Erstes Capitel.

Altensteins konnte in der That auf eine so gewissenhafteNatur, wie Friedrich Wilhelm III. nicht ohne Eindruck bleiben;wirklich ist durch sie erreicht, dass die verhängnissvolle Ordrevom 10. April 1822 nicht zur Ausführung kam. Freilich,hatte der König hier sich den gewichtigen Gründen seinesMinisters nicht verschliessen können, so gelang diesem keines-wegs in allen damit zusammenhängenden Fragen seine An-sicht durchzusetzen: noch in demselben Jahr wurde hinsicht-lich der Studentenverbindung Arminia, gegen die in Berlinund Breslau Untersuchungen eingeleitet waren, eine könig-liche Entscheidung veröffentlicht, vor der Altenstein ausdrück-lich gewarnt hatte. Der Willkür bei Behandlung ihrer Mit-glieder, die er hatte ausschliessen wollen, war dadurch Thürund Thor geöffnet; Schultz dachte eben auf diese Weise amempfindlichsten einige der angeklagten Studenten und zugleichangesehene Staatsbeamte treffen zu können, die seiner Mei-nung nach mit ihnen zusammenhingen. Umsonst hatte Steffens,der einst zuerst den seines Erachtens bedenklichen turnerischenBestrebungen entgegengetreten, darüber in schmerzliche Con-flicte mit alten persönlichen Freunden gerathen und danachalso gewiss einer Hinneigung zu demagogischen Umtriebennicht zu verdächtigen war, in einem eingehenden Schreibenan Hardenberg die Ungefährlichkeit der Arminia geschildert,deren Namen nicht aus politischen Absichten entstanden sei,sondern „an das biedere und plumpredliche Wesen der altenDeutschen erinnern" sollte; bei dem spürenden Scharfsinnder Demagogenjäger waren auch sehr harmlose Aeusserungenund Handlungen vor schlimmer politischer Deutung nichtgesichert*). Und natürlich nährte es ihren Verfolgungseifer,

*) Hinsichtlich der Breslauer Arminia vgl. namentlich die Schriftvon Bach über Gründung und Entwicklung der Breslauer Burschen-schaft S. 60 f., der hier auch einen Auszug aus Steffens' Schreiben anHardenberg liefert. Wie dieses konnte ich auch Altensteins bezüglicheErörterungen, unter denen sein eingehender Bericht vom 7. September1822 besonders wichtig ist, im Berliner Geheimen Staatsarchiv ein-sehen. Dass auch den Berliner Arminen politische Bestrebungen fernlagen, bezeugt auch Ernst Förster in seinen neuerdings veröffentlichtenAufzeichnungen über seine Jugendzeit S. 176. Unter den Zeugnissen