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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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270 Zweites Buch. Erstes Capitel.

Regierungen stehen sollten wie die Berliner zu der Section.Humboldt selbst räumte ein, dass diese 1809 von ihm entwor-fene Instruction „in der Distinction zwischen der Art ; wie dieDeputation und die Section wirken sollte, zu metaphysischwar", dass darnach erstere als eine Behörde aufgefasst wer-den könne, die ewig auf Verbesserungen speculiren sollte,und war deshalb mit einer Aenderung einverstanden, nachwelcher ihr eigene Vorschläge zu machen nur frei gestellt,sie zu solchen nicht geradezu aufgefordet und ihre unmittel-bare Verbindung mit dem Publicum fallen gelassen wurde;aus praktischen Rücksichten wurde auch den Vertretern dereinzelnen wissenschaftlichen Fächer ein praktischer Pädagogbeigesellt; im Uebrigen aber entsprach den oben mitgetheiltenAusführungen Humboldts die im Februar 1810 erlasseneInstruction für die wissenschaftliche Deputation in Berlinund ihre auswärtigen Zweige in Breslau und Königsberg*).Diese Einrichtung blieb in Kraft, bis eben in der Zeitder Neugestaltung des durch den Befreiungskrieg erweitertenStaats, in der Schuckmann das Ministerium des Innern undin ihm besonders auch Cultus und Unterricht leitete, dieprovinziellen Verwaltungsbehörden neu geordnet wurden.Die hierauf bezügliche Cabinetsordre vom 30. April 1815,nach welcher jeder der jetzt eingerichteten Provinzen einOberpräsident vorgesetzt wurde, überwies die Leitung allerUnterrichts- und Bildungsanstalten dem unter dessen Präsi-dium stehenden Consistorium mit Ausnahme der Universi-täten; diese sollten unmittelbar dem Ministerium des Innernuntergeordnet bleiben, doch jeder Oberpräsident als dessenbeständiger Oommissarius Ourator der Universität sein, diesich in der ihm anvertrauten Provinz befand. Neben denneu begründeten Consistorien, glaubte man nun, könnten diewissenschaftlichen Deputationen nicht länger in der bis-

*) Vgl. namentlich Mützell im Supplementband zum VII. Jhg.der Ztsehr. f. Gymnasialwesen (1863) S. 107 ff. und Arnoldt, F. A. WolfI, 168 ff, wo die wichtigsten Sätze der in Humboldts sämrntlichenWerken V, 333 ff. abgedruckten Ideen zu einer Instruction für diewissenschaftliche Deputation mitgetheilt und das auf ihre Abänderungbezügliche in Hs. Werken V, 276 falsch eingereihte Schreiben Hum-boldts richtig datirb und gewürdigt ist.