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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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Süvern. 239

zum Eector des Gymnasiums in Thorn und 1803 zum Directorin Blbing ernannt; er hatte als solcher auch organisatorischeArbeiten unternommen, die Zeugniss von seinem freien undweiten Blick ablegten. Interesse und Verständniss für all-gemein wichtige Probleme hewiesen auch seine literarischenPublicationeh: als ein geistreicher Verfechter der griechischen,namentlich der Sophokleischen Tragödie, hatte er sich, wieSchiller rühmte, schon 1800 in der Schrift bewährt, in welcherer den Wallenstein mit den Dramen der Griechen verglich;in bezeichnenden Worten hatte er hier die Grösse und Er-habenheit des patriotischen Gefühls in dem alten Athenergepriesen, „der nicht den modernen Kosmopolitismus kannte,der entschieden sein Vaterland liebte; aber, fügt er hinzu,es war ihm auch eine Welt und allenthalben öffnete sichihm der freie Blick ins Universum". Aufgeregter als je wurdenach seinen eigenen Worten auch sein patriotisches Gefühl,als er in Königsberg, wohin er eben 1807 als Professorberufen wurde, die Unglüekstage dieses Jahres durchlebte;aber in allem Sehmerz hielt er fest an der „grossen Hoff-nung, weder Teutschland noch Preussen habe seine Bestim-mung in der Geschichte schon vollkommen erfüllt, sondernreiner, sich ihres Zieles bewusster und kräftiger werden beidesie wieder aufnehmen und mit erhöhter Würde, in schöneremGlänze werden sie aus der Läuterung hervorgehen — derHoffnung, Teutschland, unser gemeinsames Vaterland, werdenoch einmal durch Preussens kräftige und hochherzige Hülfewerden, wozu es von der Natur bestimmt zu sein scheint,das wahre Vermittelungsland von Europa, das mit starkemArm seine Völker im Osten und Westen, im Süden nndNorden auseinander hält und vereinigt und, ohne herrschenzu wollen, gleichwie Europas Herz so auch sein Haupt ist".Diese Hoffnung sprach er in den Vorträgen über die politischeGeschichte Europas seit Karl dem Grossen aus, die er nebenseinen philologischen Vorlesungen in Königsberg hielt undan denen wie manche hervorragende patriotische Männer soauch die Königin Luise und die Prinzess Wilhelm sich begeisterthaben; für die Herbeiführung einer solchen Zukunft suchteer auch sonst in engem Anschluss an den Staatsmann zu