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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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238 Zweites Buch. Erstes Capitel.

gegen einander wirkenden Einflüssen verschiedenartiger leiten-der Organe sich ergeben hatten. Die Stelle eines GeheimenStaatsraths an der Spitze dieser Section hatte Stein sichfreilich veranlasst gesehen, zunächst Nierneyer anzutragen*);da dieser aber ablehnte, um seine Kraft seinem geliebtenHalle zu erhalten, in dem mit in Folge seiner Bemühungenwirklich die durch Napoleon geschlossene Universität unterwestfälischer Herrschaft wieder eröffnet wurde, übernahmnun 1809 doch Humboldt die Leitung der neuen bedeutungs-vollen Behörde; in derselben wurde unter ihm Nicoloviusmit der Direction der geistlichen Angelegenheiten betraut.Wie dieser, war schon durch Stein als Mitglied der oberstenUnterrichtsbehörde Süvern in Vorschlag gebracht; ihm wurdenun unter Humboldt die Bearbeitung der Schulsachen über-tragen**). In seinem Bildungsgang, seiner bisherigen amt-lichen und schriftstellerischen Thätigkeit lagen manche Gründe,die ihn zu solcher Stellung empfahlen. 1775 in Lemgo ge-boren, war er als Student in Jena durch Pichte, in Halledurch Wolf angeregt und gebildet; dann in Berlin durchGedike in praktisch-pädagogische Thätigkeit eingeführt warer schon 1800, obgleich er damals erst 25 Jahre zählte,

*) S. den Auszug aus Steins Schreiben in der durch Gruber 1831herausgegebenen Schrift von Jacobs über Niemeyers Leben und WirkenS. 383.

**) ^gl- über Nicolovius namentlich die 1841 von seinem SohnAlfred N. in Bonn veröffentlichte Denkschrift auf ihn, über Süvernden zuerst als Festgabe des Thorner Gymnasiums zum Jubiläum derBerliner Universität erschienenen Aufsatz von dem damaligen Bectordes genannten Gymnasiums W. A. Passow, der 1860 im Verlag vonErnst Lambeck in Thorn u. d. T.: Zur Erinnerung an Johann WilhelmSüvern gedruckt wurde. Ergänzungen hierzu bieten die in der Auswahlaus Christ. Gottfried Schütz' Briefwechsel I, 428 ff. veröffentlichtenBriefe von Süvern, die Mittheilungen aus Schöns Papieren IV, 334 ff.571 ff., Merz in seinem Lebensbild von J. G. Mund im Programm desElbinger Gymnasiums von 1854 S. 8 ff., Harnisch, Der jetzige Stand-punkt des preussischen Volksschulwesens S. 16 ff., Böpell, Z. G. derStiftung der Universität Breslau S. 10 ff. und Sybel, Die Gründung derUniversität Bonn in seinen Kleinen historischen Schriften II, 423 ff.Im Berliner Geheimen Staatsarchiv, aus dessen Akten schon Röpell u.Sybel interessante Mittheilungen gemacht haben, werden auch die vonmir weiter unten benutzten Briefe Süverns an Altenstein aufbewahrt.