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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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220 Erstes Buch. Fünftes Capitcl.

währte, nahmen den Minister so für ihn ein, dass er, nach-dem sie kaum zwei Monate zusammen gearbeitet hatten,ihm erklärte, er werde noch im Jahr 1818 seine dauerndeAnstellung in Berlin durchzusetzen suchen. Und wirklich ge-lang dies noch während des Achener Congresses, zu welchemim Herbst auch der Minister sich begab und Schulze mit-nahm; dort wurde dieser am 18. November 1818 vom Königzum Geheimen Ober-Regierungsrath und wirklichen vortragen-den Rath im Ministerium der geistlichen und Unterrichts-Angelegenheiten mit einem Gehalt von 2400 Thalern er-nannt.Für das Aeussere unseres Daseins, schrieb er amTag darauf seiner Frau, ist hinlänglich gesorgt; wir wollenGott dafür danken, unsere Kinder nach seinem Willen er-ziehen und uns bemühen der vielen Wohlthaten, welche eruns beweist, nicht unwürdig zu sein. Ein grosser Wirkungs-kreis ist mir eröffnet; um ihn ganz auszufüllen ist nicht nureine vielseitige gründliche Kenntniss, sondern auch eine un-gewöhnliche Kraft, ein frischer Muth und ein reiner Willevon Nöthen. Gott wird mein treugemeintes Gebet erhörenund mich ausrüsten zu seinem Dienst mit den Waffen, derenich bedarf, um zu seiner Ehre im harten unvermeidlichenKampfe mit mir selbst und der Welt zu bestehen".

Von der Bedeutung des ihm übertragenen Amtes, dochauch von den Schwierigkeiten, welche seine Verwaltung bot,hatten seine Arbeiten und Erfahrungen in den letzten Monatenund ganz besonders in Achen ihn überzeugen müssen. Abergestärkt durch das Vertrauen, das eben dort Altenstein undHardenberg ihm bewiesen hatten, übernahm er muthig diegrosseherzerhebende" Aufgabe, die sie ihm stellten. Nochim November reiste er von Achen nach Köln und dann vonda am 1. December nach Ooblenz; so schnell als möglichordneten er und seine Frau dort ihre Angelegenheiten undbrachen dann noch vor Schluss des Jahres zusammen mitihren drei Kindern nach der neuen Heimath auf. Ihre Reiseging trotz der zum Theil starken Kälte gut von Statten, dasie einen bequemen Wagen und einen tüchtigen Kutscher ge-funden hatten, der sie täglich etwa zehn Meilen fuhr, unddie Kinder nach dem Zeugniss ihrer Mutter sich musterhaft