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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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219
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Seine Berufung nach Berlin. 219

Keise nach der Hauptstadt an; den grössten Theil derselbenlegte er zusammen mit Wilhelm von Scharnhorst zurück,der eben jetzt nach Schlesien fuhr, um dort im August seineHochzeit mit Gneisenaus ältester Tochter zu feiern; erst inZwickau trennte sich Schulze von ihm und langte dann am28. Juli Morgens in Berlin an. Mehrere alte Bekannte trafer hier wieder, darunter seine lieben UniversitätsfreundeKöpke und Bennewitz und die ausgezeichneten Schauspieler,mit denen er früher in Leipzig und Weimar verkehrt hatte,Ludwig Devrient und P. A. Wolff; mit ihnen ass er gewöhn-lich bei Jagow zu Mittag; besondere Freude bereitete ihm,dass Gneisenau, der im September zum Gouverneur von Berlinernannt wurde, ihn in seiner bescheidenen Wohnung, die erin der Französischen Strasse bezogen hatte, aufsuchte undvolle zwei Stunden bei ihm blieb. Und zu den alten ge-sellten sich bald manche interessante neue Bekannte. Schonkurze Zeit nach seiner Ankunft lernte er bei AltensteinSchinkel und Rauch und in der gesetzlosen Gesellschaft, inwelche Nieolovius ihn einführte und in welcher er auchSchleiermacher wieder sah, Buttmann und Stägemann, Pfuelund Georg Reimer kennen. Seine alten Beziehungen zurSchillerschen Familie boten ihm einen persönlichen An-knüpfungspunkt auch mit seinem nunmehrigen CollegenKörner; Schulze erzählt, freundlich sei ihm dieser entgegen-gekommen: nicht ohne Wehmuth habe er ihn und seineFrau anblicken können, denen unmittelbar vor ihrer Ueber-siedelung nach Berlin 1% Jahre nach dem Tod ihres Theo-dor auch ihre einzige Tochter durch den Tod entrissen war.Vor allem wichtig und erfreulich war aber für Schulze, wiesein Verhältniss zu Altenstein sieh gestaltete. In seinemoben erwähnten Brief hatte dieser ihm schon seine Absichtausgesprochen ihn dauernd an sein Ministerium zu fesseln;Süvern, dem Schulze auf seiner Reise begegnet war, hatteihm erzählt, dass nur finanzielle Schwierigkeiten die sofortigeAusführung dieser Absicht gehindert hätten; in ihr wurdenun Altenstein durch den persönlichen Verkehr mit dem neuBerufenen bestärkt. Der Eifer und die Geschicklichkeit, dieSchulze bei Erledigung der ihm übertragenen Aufträge be-