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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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218 Erstes Bach. Fünftes Capitel.

Haus am Clemensplatz verlassen und in der Löhrstrasse eineneue grössere und bequemere Wohnung bezogen hatte.

Auf seine eifrige und erfolgreiche Thätigkeit in derneuen wichtigen Provinz war man auch in den leitendenKreisen des Staates aufmerksam geworden. Schon früherhatte nicht nur Süvern, sondern auch Eichhorn ihn persönlichkennen gelernt; als dieser nun im Anfang des Jahres 1818sich zusammen mit Hardenberg länger am Rhein aufhieltund dabei öfter mit Schulze verkehrte, vermittelte er auchdessen Bekanntschaft mit dem Staatskanzler. Schulze wurdemehrfach von Hardenberg nach Schloss Engers eingeladenund erhielt beim Essen einen Platz in der Nähe oder an derSeite des Fürsten, so dass er mit ihm eingehende Gesprächeführen konnte. Wie sehr er dabei und bei Erledigung wich-tiger und schwieriger Aufträge, mit denen der Staatskanzlerihn betraut hatte, dessen Achtung und Vertrauen gewonnenhatte, wurde am besten dadurch bewiesen, dass Hardenbergnach seiner Rückkehr nach Berlin ihn Altenstein empfahl,als dieser einen Rath für das im Jahr zuvor begründete undihm unterstellte Cultus- und Unterrichtsministerium suchte.Anfang Juli 1818 wurde darauf Schulze zunächst als Hülfs-arbeiter ins Ministerium berufen; in einem vertrauensvollenPrivatschreiben sprach Altenstein ihm gleichzeitig aus, nachSchulzes ganzer bisheriger Geschäftsführung und seinen frühe-ren Bestrebungen zweifele er nicht, dass seine interimistischeBerufung ein dauerndes Verhältniss begründen und er indiesem volle Genugthuung finden werde. Solchem Rufe zuerhöhter Wirksamkeit für das ganze preussische Unterrichts-wesen konnte er sich nicht entziehen. Mit Schmerz sah Ingers-leben, wie er an Altenstein schrieb, in ihm den vorzüglich-sten Geschäftsmann und zugleich einen persönlichen Freundscheiden; doch gönnte er dem Minister sowohldie wahreHülfe", die er durch Schulze gewiss erhalten werde, als auchdiesem die verdiente Auszeichnung und bat nur, ihn besondersfür die Rheinprovinz zu beschäftigen, damit der hiervonihm so rege geweckte gute Geist nicht wieder einschlummere".Begleitet von den Wünschen seines bisherigen Vorgesetztenund seiner Coblenzer Freunde trat Schulze am 20. Juli die