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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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212 Erstes Buch. Fünftes Capitel.

in die Untersuchungen wegen demagogischer Umtriebe ver-wickelt und dadurch seine Kraft dem Gymnasium zu frühentrissen; was er begonnen, führten aber zwei der begabtestenWeimarer Schüler Schulzes fort: nach einander haben in Wetz-lar Wilhelm Weber und Johannes Herbst das Directorat ver-waltet.

Unter Schulzes Mithülfe sind die ersten Schritte auchfür die Reorganisation des Gymnasiums in Kreuznach ge-schehen; dessen Eröffnung erfolgte allerdings erst 1819 nachseinem Fortgang von Coblenz. Dagegen gelang es ihm, nochwährend er dort wirkte, auch in den Hauptorten der beidenanderen Ingersleben unterstellten rheinischen Regierungs-bezirke Achen und Trier das höhere Unterrichtswesen neuzu gestalten. Wie in Coblenz waren auch in Trier, Achenund Düren von den Jesuiten Lehranstalten gegründet. Inkeiner Weise entsprachen die Schulen, die nach Aufhebung desOrdens mannigfache Veränderungen und Stürme erlebt hatten,den von der neuen preussischen Regierung zu stellenden An-forderungen; in Achen und Trier aber wurde bald durch ge-schickte Benutzung der aus allen Stürmen geretteten Güterder Schulen und neu bewilligter Mittel ein besserer Zustandhergestellt. Längere Zeit erforderte die Reorganisation desUnterriehtswesens in Düren, weil hier die französische Regie-rung das gesammte Schulvermögen zu Gunsten des Domänen-fiscus veräussert hatte; erst nachdem Schulze Coblenz ver-lassen hatte, konnte auch die ebenfalls von ihm bereitsbetriebene Neugestaltung des Gymnasiums in Saarbrückendurchgeführt werden.

Ein Einblick in die Berichte, die Schulze über all dieseAnstalten erstattete, lässt anschaulich die ausserordentlichenSchwierigkeiten erkennen, welche hier zu überwinden waren;sie schreckten ihn nicht ab, sondern trieben ihn vielmehr nurzu immer gesteigerter Thätigkeit im Dienst der wichtigenBildungsaufgaben, deren grosse nationale Bedeutung geradeauf diesem Boden er und die Genossen seiner Arbeit warmempfanden und stark betonten. Es entsprach ganz seinenAnschauungen, als die Trierer Regierung unter Hinweis aufsie für die Gründung einer höheren Schule in Saarlouis ein-