208 Erstes Buch. Fünftes Capitel.
VI V IV III II I
Deutsch...... 7 6 4 4 2 2
Lateinisch..... 6 6 8 9 13*) 12
Griechisch.....- 2 5 6 8 9*)
Mathematik .... 4 4 4 4 4 4Geographie u.Geschichte 5 4 4 3 2 2Naturgeschichte (in II
u. I Physik) . . — — 1 1 1 1Kalligraphie .... 4 4 2 1 — —
Zeichnen..... 2 2 2 2 2 2
Singen...... 2 2 2 2*2-
Religion...... 2 2 2 2 2 2
32 32 34 34 36 34Bei einem Vergleich dieser Tabelle mit den früher niit-getheilten Stundenplänen für die Hanauer Schule tritt unsmancher bedeutsame Unterschied zwischen diesen und Schulzesjetzigen Vorschlägen entgegen; dagegen trafen letztere in denwichtigsten Punkten mit dem später noch genauer zu be-sprechenden Lehrplan überein, der kurz zuvor von Süvernausgearbeitet war. Nach Beider Ansicht sollte das Gym-nasium aus 6 Olassen oder 3 Bildungsstufen von je 2 Gassenbestehen; für die oberste Classe nahmen Beide einen drei-jährigen, für die zweite einen zweijährigen, für die untereneinen einjährigen Cursus an; da Schulze auch für Tertia nurein Jahr festgesetzt hatte, konnte nach seinen Vorschlägenein Schüler den ganzen Unterrichtscursus in neun Jahrenvollenden, während von Süvern hierfür in der Eegel zehnJahre, weil für Tertia zwei Jahre bestimmt waren. Einegrössere Stundenzahl als Schulze hatte dieser der Mathematik,eine geringere der Geographie und Geschichte zugewiesen;auch in der Vertheilung der sprachlichen Unterrichtsstunden
*) Schulze bestimmte in beiden obersten Classen je 12 Stundenfür Latein und 8 für Griechisch, ausserdem in Secunda eine für einegedrängte Uebersicht der römischen Literatur und Alterthümer und inPrima eine für eine gedrängte Uebersicht der griechischen Literaturund Alterthümer. Hebräisch sollte nur dann in I und II in 2 wöchent-lichen ausserordentlichen Stunden gelehrt werden, wenn Mitglieder sichfänden, die sich der Theologie widmen wollten.