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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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162 Erstes Buch. Viertes Capitel.

den Verbündeten überwiesen wurde. Er fühlte sich zu gutenHoffnungen angeregt, da er den heimkehrenden Fürsten beidem jubelnden Empfang, der ihm in Hanau zu Theil wurde,zu dem österreichischen Gesandten sagen hörte: Ce momentfait oublier Tamertume de sept annees. Nur zu bald sollteer schwere Enttäuschungen erleben. Mit schärfstem Tadelhat Eichhorn sich über die Regenten geäussert, an derenStelle der Kurfürst trat, nicht nur über König Jerome, son-dern auch wie erwähnt über Dalberg; es. war dem Kurfürsten,meint er, „nicht zu verdenken, dass er alle Spuren der letztenRegierung zu vertilgen sich bemühte. Diesen Zweck hätteer aber, fährt Eichhorn fort, sicherer erreicht, wenn er nichtmit schnöder Verachtung des Geistes der Zeit eine Gerechtig-keit des Unverstandes und der Rohheit geübt hätte, die insehr vielen Gemüthern seiner Unterthanen einen Unwillenerregte, welcher bis zur Verzweiflung steigend die schlimmeZeit der vorigen Regierung zurückwünschte"*). Die Richtig-keit dieses Urtheils wird durch viele Zeugnisse hessischerund nichthessischer Zeitgenossen, durch viele aktenmässigfestgestellte Tkatsachen bestätigt; aus ihnen ergiebt sichzugleich, dass die fanatische Liebhaberei des Kurfürsten zumVeralteten nur übertroffen und beschränkt wurde durch „seineLeidenschaft, Schätze aufzuhäufen"; selbst in dem panegy-rischen Nachruf, den 1822 der hessische Archivdirector Rommeldem „Regenten von altfürstlicher Art" gewidmet hat, werdendie Folgen seiner „Neigung zur Sparsamkeit" beklagt. Wieunter diesen Eigenschaften des Herrschers sein Staat undVolk zu leiden hatten, konnte Schulze genau beobachten.Vom Fenster seiner Wohnung aus sah er auf dem Parade-platz die Soldaten wieder mit Zöpfen exerciren; weinend kamder alte Gärtner von Philippsruhe am Abend des 29. No-vember 1813, des Tags also, wo der Kurfürst jubelnd inHanau empfangen war, zu ihm mit der Nachricht, er sei

*) In der anonym von ihm herausgegebenen Schrift: Die Central-verwaltung der Verbündeten unter dem Freiherrn von Stein. Deutsch-land 1814 S. 58. Siehe ebenda S. 28 die oben angeführten Worte überDalberg, das Urtheil von Rommel in seiner Kassel 1822 veröffentlichtenSchrift: Wilhelm der Erste S. 43.