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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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156
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156 Erstes Buch. Viertes Capitel.

aufzutreten; bezeichnend erscheint namentlich, dass in allendamaligen Worten und Thaten des unzweifelhaft für dasWohl seiner Unterthanen interessirten Fürsten von irgendeiner Rücksicht auf seine Pflichten gegen sie schlechthinnichts zu spüren ist, dass er sich bei diesen Entscheidungenallein durch seine persönlichen Gefühle bestimmen Hess.Wohl begreift sich Eichhorns Zorn über den Grossherzog,der in der Stunde der Gefahr Land und Leute im Stich Hessund dann später aus dem selbstgewählten Exil am 28. Octoberden König von Baiern ersuchte, „von dem GrossherzogthumPrankfurt im Namen des Erbgrossherzogs Eugene NapoleonCivil-Besitz zu nehmen". Natürlich dachten die Verbündetennicht daran einem feindlichen General, dem Stiefsohn Napo-leons das Land zu überweisen, in dem sie eben mit denFranzosen gekämpft hatten; kein anderer Ort des Gross-herzogthums war so unmittelbar dui-ch diese Kämpfe be-troffen, als Hanau.

Immer drückender war in den letzten Monaten für Schulzeund seine Mitbürger die Last der Einquartierung geworden;sie hatte ihn zu Ausgaben genöthigt, die er kaum im Standwar zu leisten; aus nächster Nähe sollte er nun die Schreckendes Krieges kennen lernen, als Napoleon nach der LeipzigerSchlacht die Trümmer seines Heeres über Hanau nach demRhein zurückführte und es hier in den letzten Octobertagenvon 1813 zu seinem letzten Kampf auf deutschem Boden mitden bairisch-österreichischen Truppen kam, die unter WredesFührung den Flüchtigen den Weg zu verlegen suchten. WieSchulze berichtet, beobachtete er vom Thurm des Gymnasiumsaus am 30. October den Beginn der Schlacht; am 31. kamer persönlich in verschiedenartigste Berührungen mit An-gehörigen beider streitenden Heere. Mehrere französischeOffiziere quartirten am Morgen sich in seiner Wohnung einund blieben hier bis gegen Mittag; sie zeigten Interesse fürseine Bücher und Kupferstiche und verläugneten nach seinenWorten auch als Feinde die Humanität nicht, welche er anBaiern und Oesterreichern nur zu oft schmerzlich vermisste.Nachdem sie ihn verlassen hatten, ging er zu dem GastwirthWiedemann, bei dem er gewöhnlich zu Mittag ass; „der