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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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157
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Schlacht bei Hanau. 157

Wirth, erzählt er ; rief mich mit ängstlicher Miene zur Seite,vertraute mir, dass er einen schwer verwundeten Offizier inseinem Hinterhaus versteckt halte, und hat mich aufs dringendsteeinen Wundarzt zu heschaffen, welcher dem Kranken denersten Verband anlegen könne. Ohne Zaudern versprach ichdie erbetene Hülfe; ich eilte ohne irgend eine Kopfbedeckungvon Strasse zu Strasse, gerieth unter die stürmenden Haufender Verbündeten, fand endlich den langgesuchten Wundarztund drängte ihn in die kaum geöffnete Thür Wiedemanns,ohne dessen Gruss und Dank abzuwarten. Ich war in dergrössten Aufregung; während die übrigen Sturmcolonnen derVerbündeten vom Nürnberger Thor her nahten, traf ich ander Ecke meiner Wohnung und des Paradeplatzes auf einenHaufen bewaffneter Franzosen und rief ihnen zu: Vous etesprisonniers. Entmuthigt streckten sie ihre Waffen und gabensich gefangen; überdies erbeutete ich noch ein herrenlosesPferd, welches ich meinem armen Nachbar verehrte. In dasobere Stockwerk seines Hauses, in welchem die Bibliothekvon Bernhard Hundeshagen und die ganze Auflage von dessenWerk über den Palast in Gelnhausen sich befand, war eineder Granaten gefallen,' mit welcher die Franzosen die Stadtbeschossen hatten; sie entzündete sich erst in der folgendenNacht vom 31. October auf den 1. November; auch das be-nachbarte Haus, worin ich wohnte, gerieth in die grössteGefahr." Schulze fühlte sich vor allem verpflichtet für seineWirthin, die verwittwete Frau Böhm und ihr einziges Kindzu sorgen; er dachte deshalb nicht an die Rettung seinerHabseligkeiten und nur auf den Antrieb eben von FrauBöhm suchte er wenigstens seine Manuscripte in Sicherheitzu bringen — er warf sie, darunter den ganz fertigen viertenBand des Winckelmann, seine Sammlungen zum Thukydidesund seine Vorarbeiten zur Geschichte der griechischen Poesiein eine offene Schublade und stellte sie in den Garten. Hieraber wurden sie durch gerade einfallenden Regen und stür-misches Wetter gänzlich verdorben, unleserlich gemacht undin die vier Winde zerstreut. Dagegen gelang es wider Er-warten unter thatkräftiger Hülfe von Hanauer Bürgern dasHaus vor den drohenden Flammen zu bewahren; so wurde