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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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155
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Schulze und Dalberg im Herbst 1813. 155

stifteten Concordien-Ordens verleihen wollte. Schulze lehntees ab, erhielt dann aber an der Tafel einen Platz gegenüberdem Fürsten, der hier heiter sich unterhielt und gutmüthigdiejenigen tadelte, die sich hittend um Verleihung seinesOrdens an ihn gewandt hatten. Nach Aufhebung der Tafelaber Hess er sich von Schulze allein in die benachbarteBildergallerie begleiten und begann dort ein ernstes Ge-spräch. Als dabei der Tod seines Lieblingsbruders berührtwurde, fiel er, so berichtet Schulze, „in meine Rede mit denWorten ein: 'Man muss nur hinaus sein über Furcht undHoffnung.' Diese Worte sprach er mit einem solchen michergreifenden Ernst, dass ich ihn um eine nähere Erklärungzu bitten wagte. Er erwiderte: 'Bei der Kunde von demfür den Kaiser Napoleon unglücklichen Ausgang des Feld-zugs in Russland habe ich sämmtliche Fürsten des Rhein-bundes aufgefordert, denselben aufzulösen und sich zur Wieder-erlangung ihrer verlorenen Freiheit und Selbstständigkeit miteinander zu verbinden. Aber keiner derselben hatte hierzuden erforderlichen Muth; kurz vor der heutigen Tafel habeich eine Depesche erhalten, nach welcher sich Baiern vomRheinbünde losgesagt hat. Jetzt wo der Kaiser Napoleonim Unglück ist, von ihm abzufallen und im Rücken feind-lich gegen ihn aufzutreten vermag ich nicht; unwiderruflichist mein Entschluss gefasst und ich habe mit heute auf-gehört Grossherzog von Frankfurt zu sein.' Vergebens batich ihn die Ausführung seines Entschlusses in etwas zu ver-zögern. Die Postpferde waren schon vor der Tafel bestelltund der Grossherzog begab sich noch an demselben Tagenach Constanz, seinem Bischofssitz."

Die angeführten Erklärungen Dalbergs lauten sehr ver-schieden von den Worten, die er nach Leonhards Mittheilungnoch kurz zuvor diesem gegenüber geäussert hatte; aberdass er hiernach, als er zuerst gedrängt wurde mit Napo-leons Gegnern zu verhandeln, zunächst jeden Zweifel anNapoleons Glück als unberechtigt zurückwies, schliesst keines-wegs aus, dass er bald darauf für das ihn bestimmende Motivseines Handelns die Abneigung erklärte, gegen den von ihmbewunderten Mann in der Stunde des Unglücks feindlich