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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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142
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142 Erstes Buch. Viertes Capitel.

Sommer war jetzt auch die Zahl der mathematischen Stundenerheblich verringert; doch entsprach es ganz seinen damalsvorgetragenen Gedanken, dass in dem Frankfurter Lehrplanebenfalls die Bedeutung der Mathematik für die „Entwicklungdes Denkvermögens" besonders betont und nach diesem Zweckdie Methode ihres Vortrags auf dem Gymnasium bestimmtwurde. Auch sonst zeigt ein Vergleich des im Sommer unddes im Winter von Schulze entworfenen Planes neben allenbedeutsamen Unterschieden noch mehr wichtige Ueberein-stimmungen; jedenfalls betrachtete auch Schulze es als einenerfreulichen Fortschritt gegenüber den früheren Verhältnissen,wenn wie in Frankfurt, jetzt auch in Hanau die Gedankender Verfügung vom 1. Februar 1812 ins Leben geführt wur-den. Da das Gymnasium danach keiner Confession angehörensollte, wurde der besondere Unterricht in den Glaubenslehrender einzelnen Bekenntnisse deren Geistlichen vorbehalten; inder Schule sollte eine „auf die im Gewissen geoffenbarten, imChristenthum allgemein anerkannten sittlichen Vorschriftenbegründete Sittenlehre" vorgetragen und damit der Vortragder Geschichte des alten und neuen Testaments verbundenwerden. In dem betreffenden Abschnitt des FrankfurterLehrplans war dabei ausdrücklich hervorgehoben, um" eineheilsame Wirkung dieses Unterrichts hervorzubringen, müsseder Vortrag einfach, deutlich, warm und belebt sein undebensosehr des Herzens als des Kopfes sich zu bemächtigensuchen.

Schulze war von der richtigen Erkenntniss erfüllt, dassüberall für die Erreichung eines günstigen Erfolges aufdie Art der Lehrer noch mehr ankomme als auf die Be-stimmungen der Lehr Ordnung; hinsichtlich dieser hatte ervon vornherein bemerkt, dass seine Gedanken bei der Aus-führung mannigfaltige Erweiterung oder Beschränkung zu-liessen; er ertrug letztere um so williger, da die Auswahlder neu zu berufenden Lehrkräfte ihm ganz überlassen wurde.Allein mit den bisherigen Lehrern des alten Gymnasiumskonnte er die nöthige Besserung nicht erzielen; von ihnenwerden neben dem bisherigen Rector Hadermann, der wegenAlters und Kränklichkeit bald in den Buhestand versetzt