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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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Neue Lehrer. Rückert. 143

werden uiusste ; in der Bekanntmachung, durch welche imJanuar 1813 die Eröffnung der reorganisirten Anstalt an-gekündigt wurde, noch unter deren ordentlichen Lehrern derfrühere Conreetor Zipf und Cantor Rauch aufgeführt; mitdem französischen und dem mathematischen Unterricht wur-den zwei ausserordentliche Lehrer betraut, mit ersterem derEmigrant de Bertier, mit letzterem Emmel; zu ihnen tratenunter den Ordinarien zwei durch Schulze neu berufene Pro-fessoren hinzu. Er hatte zuerst einen Versuch gemachtGöttling nach Hanau zu ziehen, dieser aber lehnte die ihmangebotene Professur ab, weil er sich noch weiter in Berlinausbilden wollte; darauf schlug Schulze den damaligen Privat-docenten in Heidelberg Dr. Börsch, den er früher in Leipzigals gründlich und kenntnissreich, als „lebendiges Lexicon"hatte schätzen lernen, und — Friedrich Rückert vor, der sich1811 als Privatdocent der Philologie in Jena habilitirt, seinedortige Lehrthätigkeit aber bereits wieder aufgegeben hatte.Schon am 5. October konnte er Passow melden, dass Beidewahrscheinlich kommen würden; am 1. December berichteteer, Börsch sei bereits seit einigen Tagen als Professor inHanau eingetroffen, und in einer Nachschrift zu diesem Brieffügte er hinzu: „Eben erhalte ich von Pauli den augenehmenAuftrag Rückert das Decret als Professor in Hanau zu über-senden". Durch diese Berufung wurde ein lebhafter Wunschvon Rückerts Vater erfüllt, der hoffte, dass in der neuenThätigkeit die damals tief niedergedrückte Stimmung seinesSohnes sich besserte; dieser selbst war sehr zweifelhaft, obdie angebotene Stelle ihm zusagen würde. Noch am 22. De-cember schrieb er aus seinem elterlichen Haus in Ebern nachJena, zu Anfang des neuen Jahres werde er eine Reise nachHanau machen, um dort wegen der ihm angetragenen Pro-fessur „die Umstände selbst einzusehen und vermuthlich nachZerschlagung des ihm nicht sehr zuständigen Handels wiederzurückzukehren". Als er dann aber wirklich nach Hanaukam, fesselte ihn Schulze; sie verkehrten viel und freund-schaftlich mit einander, assen täglich mit dem oben erwähntenFranzosen de Bertier zusammen zu Mittag und ergingen sich,wie Schulze ausdrücklich bemerkt, „in vertraulichem Zwie-