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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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141
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Neuer Lehrplan für das Hanauer Gymnasium. 141

massig fortschreitende Classen zu vertheilen, während inFrankfurt sechs Classen eingerichtet wurden. Sollte in jederdieser letzteren der Cursus ein Jahr dauern, so wurde inHanau für die zweitunterste und die oberste Classe ein Cursusvon je zwei Jahren bestimmt; im Ganzen sollten demnachsechs Jahre zur Ahsolvirung jeder der beiden Anstalten ge-nügen. Aufgenommen sollten iu dieselben nur Schüler werden,welche die Elementarkenntnisse im Lesen, Schreiben undRechnen und einige Fertigkeit im Auffassen eines leichterenLehrvortrags besassen: die Kenntnisse, die in Hanau bei derAufnahme in die drittunterste Classe der jetzt zugleich anStelle des alten lutherischen Gymnasiums neu errichtetenBürger- und Realschule gefordert wurden. Wie im Einzelnendann im Gymnasium nach Schulzes Vorschlägen jetzt dieStunden auf die Lehrgegenstände vertheilt wurden, zeigtfolgende Tabelle.

IV.

III.

II.

I.

Sittenlehre

2

2

2

2

Deutsch

G

6

4

6

Lateinisch

10

10

10

10

Griechisch

—

4

G

G

Französisch

4

4

4

4

Mathematik

2

2

2

2

Geographie

2

2

—

—

Geschichte

—

—

2

2

Kalligraphie

4

—

—

—

30 30 30 32

Schulze hatte, wie man sieht, seine Forderung aufgegeben,den Anfang im classischen Sprachunterricht mit dem Grie-chischen zu machen, und die Stundenzahl für dasselbe sehrbeschränkt. Dafür waren jetzt in jeder Classe nicht wenigerals vier Stunden für das Französische bestimmt, während erin seinem Gutachten vom Sommer es überhaupt nicht fürnothwendig erklärt hatte, noch eine moderne Sprache in eleuKreis der Lehrgegenstände zu ziehen; nur falls man dieswolle, schien ihm schon damals die französische, namentlichwegen ihres logischen Charakters und ihrer Beweglichkeit,die passendste zu sein. Gegenüber seinen Vorschlägen vom