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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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139
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Verkehr mit Sinclair. Beschäftigung mit Hölderlin. 139

Denkwürdigkeiten Sinclair gewidmet hat, über diese philo-sophischen Bestrebungen und Beziehungen desselben schweigt.Nachdrücklich hebt er dagegen dessen Freundschaftsverhält-niss zu Hölderlin hervor; auch er wurde dadurch zur Be-schäftigung mit den Werken dieses „eigentümlichen Geistes"getrieben, der, nach seinen Worten „Pindarische Hoheit mitchristlicher Liebe verband"; unübertreffbar erschienen ihm„einzelne Stellen selbst in seinem Sophokles, den er schonhalb im wahnsinnigen Zustand übersetzte". Manche bisherunbekannte Gedichte Hölderlins, die in Sinclairs Besitzwaren, wurden durch Schulzes Vermittelung veröffentlicht.Neben der Begeisterung für Hölderlin gab dieser in seinenBriefen an Passow damals seiner Freude an dem Zauberringund namentlich an der Undine seines Lieblings Fouque Aus-druck; vor allem aber wurde er, wie er dem Freunde schrieb,„nicht müde, die Darstellung von Goethes Dichtung undWahrheit zu bewundern und das mannigfaltige belehrendedieses einzigen Buches mit sich zu verarbeiten und in sichaufzunehmen"; weh that ihm nur „die Stelle über Herder,weil sie mit einer Härte und Kälte gegen den edlen Todtenabgefasst ist, die nicht zu der Schonung und Menschlichkeitpasst, mit der alles Uebrige behandelt ist".

Dem Brief vom 1. December 1812, der diese Worteenthielt, legte Schulze ein Gedicht bei, dass er selbst zuEhren Ifflands verfasst hatte. Dem Mineralogen Leonhard,der in Hanau ein Privat-Theater leitete, war es gelungen,Iffland zu einem Gastspiel auf diesem zu gewinnen; untergrösstem Beifall trat er als Vater Dominique in MerciersEssighändler und als Bittermann in Kotzebues Menschenhassund Reue auf; Schulze wanderte an einem kalten December-tag dann noch nach Frankfurt, um ihn in Kotzebues ArmemPoeten auch dort zu bewundern. In zwei Gedichten feierteer Ifflands Auftreten in Hanau und seinen Abschied*); zu

*) Beide Gedichte sind ohne Nennung des Verfassers, nur daserste mit der Unterschrift J. S. versehen, von Leonhard in seiner aus-führlichen Darstellung von Ifflands Gastspiel in Hanau in seinemBuch: Aus unserer Zeit in meinem Leben I, 291 ff. und 299ff. abge-druckt. II, 18 erwähnt dieser, dass er „von Hanau her mit Schulze