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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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134 Erstes Buch. Viertes Capitel.

in Quinta 'beginnen, das Lateinische erst in Quarta angefangenwerden. In beiden unteren Classen waren verhaltnissm'ässigviele Stunden für die Geographie bestimmt, deren Bedeutungfür die Geschichte Schulze nachdrücklich betonte; auch da-von abgesehen, schrieb er auf dieser Stufe ihr einen beson-ders wohlthätigen Einftuss auf die formale Bildung zu, „wennsie im Sinn der Alten gedacht und nach Pestalozzis Methodebehandelt" werde; später sollte ihre „ins Einzelne gehendeKenntniss dem Privatneiss überlassen" und zunächst in Tertiastatt ihrer Mythologie der alten Welt vorgetragen werden;Schulze hob dabei den Zusammenhang zwischen den Mythenund den kosmischen und klimatischen Verhältnissen der Völkerhervor. Die in Tertia für die Mythologie angesetzten zweiStunden sollten endlich in Secunda den römischen und inPrima den griechischen Alterthümern gewidmet werden.

Bald nach Einreichung dieses Plans empfing Schulzeeinen Brief von Passow, aus dem er zu seiner Freude ersah,dass er mit dem Freunde, „ohne es zu wissen, in Hinsichtdes Griechischen und Lateinischen ganz zusammengetroffen"war; am 5. October berichtete er Passow über den wahrhaftbegeisternden Eindruck, den ihm dessen Aufsatz über „diegriechische Sprache nach ihrer Bedeutung für die Bildungder deutschen Jugend" gemacht hatte*). War er nicht mitallen einzelnen hier gegebenen Ausführungen einverstanden,so bestärkten sie ihn doch in seiner Auffassung der Stellung,die dem Griechischen im Unterricht zukomme. Dass nichtnur für dessen Vorrang gegenüber dem Lateinischen sichbeide Freunde in Danzig und Hanau so entschieden erklärten,dass beide jetzt deshalb auch den classischen Unterricht

*) Auf die Bedeutung dieses im ersten Hefte des Archivs fürdeutsche Nationalbildung veröffentlichten, dann auch in Passows Ver-mischten Schriften S. 1—19 wieder abgedruckten Aufsatzes hat nachdrücklich H. Schmidt in seiner 1849 im 3. Jahrgang der Zeitschriftfür das Gymnasialwesen I, 208 ff. erschienenen Abhandlung hinge-wiesen; hier sind S. 222 A. 1 auch die Aeusserungen von HeinrichStephanus, Hemsterhuys, Ruhnken u. S. 255 A. 1 die Worte von Gedikuüber das Verhältniss von Griechisch und Lateinisch im Unterricht ab-gedruckt, welche alle es für wünschenswerth erklärten, mit erstereinstatt mit letzterem den Anfang zu machen.