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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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131
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Schulzes Gutachten über Einrichtung von Gymnasien. 131

Alterthums und diese auf dein Erkennen der alten Sprachenruht" erklärte er auch deshalb für „Hauptlehrgegenständeeines Gymnasii die hellenische und lateinische Sprache, weildurch ein grammatisches gründliches Erlernen derselben dasinnere Leben am vielseitigsten, ja von allen Seiten in. An-spruch genommen wird". Indem er namentlich auf die Herr-lichkeit hellenischer Sprache und Literatur hinwies, „der ein-zigen, die ein in sich abgeschlossenes organisches Ganzebilde", betonte er, däss von der grammatischen Kenntnissder alten Sprachen auch die wahre Erfassung der Mutter-sprache bedingt sei. Nachdrücklich empfahl er auch einengrammatisch-historischen Unterricht in dieser, die unter allenmodernen Sprachen der hellenischen am meisten verwandtsei und in der sich zugleich der Geist der christlichen Zeitam reinsten offenbare. Neben diesen Sprachen schien ihm„vor allen ändern Wissenschaften Mathematik dem Gymna-sium angemessen, a) weil sie, insofern sie alle Formen undGesetze des Denkens anschaulich macht und praktisch übt,ein strenges systematisches Denken am bequemsten einleitet,b) weil sie die Phantasie ebenso sehr als den Verstand be-schäftigt und jene regelnd, diesen schärfend zugleich Lehrerinder Besonnenheit, der göttlichen 6co(pQo6vvri wird, welcheallen grossen wahrhaft mathematischen Männern zu allenZeiten eigen war, c) weil die mathematische Methode, welcheaus Gründen, deren Wahrheit unzweifelhaft ist, durch Schlüsse,deren Richtigkeit den Verstand zum Beifall zwingt, ihre Lehrendarthut, eins ist mit der philosophischen, wie Benedict Spinoza,der grösste Philosoph der neuen ja vielleicht aller Zeitenam besten durch seine unsterblichen Werke beweist." Ausser-dem hielt er Geschichte in Verbindung mit Geographie füreinen nothwendigen Lehrgegenstand, nicht nur weil ein Theilderselben beim Erlernen der alten Sprachen unentbehrlich,sondern auch „weil die Kenntniss der Gegenwart, in welcherder Knabe und Jüngling lebt, und der Zukunft, für welcheer sich bildet, bedingt ist von der Kenntniss der Vergangen-heit". Auch schien ihm ein verständiger Geschichtsunterrichtbesonders geeignet „die dem Knaben- und Jünglingsaltereigenthümliche Heftigkeit und Anmassung zu zügeln und

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