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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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Art der Bearbeitung. 101

kommenden Oitate nachzuschlagen und sorgfältig zu ver-gleichen und des italienischen Uebersetzers Fea oft breiteAnmerkungen nach Möglichkeit kürzer zusammen zu ziehen.Mitte August konnte er bereits das Vorwort zum erstenBande unterzeichnen, in welchem die ersten drei Bücher derKunstgeschichte und Winckelmanns Vorreden zu dem Haupt-werk und zu den Anmerkungen abgedruckt waren; unmittel-bar darauf wurde eifrig die Arbeit für den „wunderschönen"Text des zweiten Bandes begonnen. Ein Jahr später, imAugust 1810 hat Schulze diesen und im December 1811 dendritten Band veröffentlicht; sie enthielten den Kern desWinckelmannschen Werkes, seine Ausführungen über dieKunst der Griechen. „Kein Jota" von ihnen sollte nach desBearbeiters Willen verloren gehen; um eine jede Bemerkungam passenden Orte einzuordnen, musste er, wie er Böttigeram 10. April 1811 berichtete, „jede Zeile zum Druck schreiben,den Text zusammenstellen, sichten", dann weiter „den Feaberichtigen, übersetzen, zusammenziehen, die Citate nach-schlagen, bestimmen u. s. w.; ich muss Gott weiss was allesthun. Meyer, der kränklich ist und gern die Herausgabebei seinem Leben beenden möchte, drängt mich, weil er mitseinen Anmerkungen, die er zum Theil schon in Italien ge-schrieben, leicht fertig wird, wie wohP ich auch zu diesenimmer noch manches arbeiten muss. Ich habe gelesen undlese fort und fort, was von Andern seit Winckelmann inder Kunstgeschichte des Alterthums geleistet ist; aber wiespärlich ist die Ausbeute, wenn man reine Resultate ver-langt! ' In den einzelnen philologischen Sachen berichtige ichsoviel als möglich; ich würde mehr thun, wenn ich in unsererAusgabe Raum dafür zu finden möchte, wenn man mir fürjeden Band nur wenigstens zwei Jahre liesse". Er hielt sichberechtigt diese Schwierigkeiten seiner Arbeit so zu betonen, daBöttiger, der eine Recension in der „Zeitung für die eleganteWelt" veröffentlicht hatte, sie gar nicht zu würdigen schien; be-sonderen Ruhm in der gelehrten Welt hat Schulze durch diesemühsame Redactionsthätigkeit so wenig gewonnen als grosseEinkünfte; mehr als den Betrag des Honorars musste er fürBücher ausgeben, zu deren Anschaffung ihn diese Arbeit