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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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Schulzes Reise in seine Heimath. 53

eine Empfehlung an den Philologen Johann Gottlob SchneiderSaxo in Frankfurt an der Oder, als Schulze seine Absichtaussprach, auf der dortigen Universität seine Studien fortzu-setzen. Da der Postenlauf noch nicht wieder geordnet unddie Wege noch unsicher waren, hatte er es mit Freuden be-grüsst, dass der Aufseher eines französischen Magazins, NamensSchneider, den er durch Violet kennen gelernt hatte, ihmanbot ihn auf seiner Fahrt nach dort mitzunehmen, aber alsBeide sich am Frankfurter Thor trafen, musste Schneiderberichten, er habe Contreordre erhalten und fahre daher nichtnach Frankfurt. Schulze hatte bereits von seinen BerlinerWirthen sich verabschiedet; er wollte deren Gastfreundschaftnicht länger in Anspruch nehmen; so entschloss er sich zu-nächst nach seiner Vaterstadt heimzukehren und trat sofortseine Wanderung nach dort an, die ihn zuerst nach Tegelführte. Schon von weitem sah er hier einen Anschlag: Sauve-garde pour le membre de l'institut Alexandre de Humboldt,der den Humboldtschen Besitz vor den Angriffen der Soult-schen Löffelgarde schützte; am Abend kehrte er in einerDorfschenke ein. Er war hier mit dem Lesen seiner Odysseebeschäftigt, als eine Extrapost vorfuhr und ein österreichischerOfficier ausstieg, der auf der Reise von Venedig nach Kopen-hagen begriffen sich Curierpferde zur Weiterfahrt bestellte.Schulze bat ihn, da er Kiel berühre, ihm einen Brief anseine dort wohnende Mutter zu besorgen; der Officier erfülltenicht nur diese Bitte, sondern forderte Schulze auch auf inseinem Wagen bis Lenzen zu fahren. So wurde der grossteTheil der Reise über Erwarten schnell und bequem vonSchulze zurückgelegt; sein vorsorglich gespartes Reisegeldreichte nun aus, dass er selbst die Postfahrt von Lenzennach Dömitz bezahlen konnte; wohlbehalten traf er bei seinenGrosseltern ein.

Allerdings friedliche Zustände fand er auch hier nicht.Wie er erzählt, „zogen die französischen Corps, welche amKampf und Sturm von Lübeck Theil genommen, über Mecklen-burg und namentlich über Dömitz zur grossen Armee undfast unmittelbar folgten ihnen die bei Lübeck besiegten undgefangenen Preussen. Die Stadt seufzte unter der fast er-