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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
Seite
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52 Erstes Buch. Zweites Capitel.

den Schatten Friedrichs des Grossen gegen sie ausspielte, derüher sie entrüstet nach den Worten des 17. Bulletin „mitseinem Geist und seinen Wünschen bei der Nation war, dieer so sehr geschätzt". Welches Interesse Napoleon allen Er-innerungen an den „grossen Capitän" widmete, dessen Degenund Rock er den Invaliden in Paris schenkte, das hat vieleJahre später Schulze durch seinen Büchercommissar Suin er-fahren. In Rheinsberg geboren und Sohn eines Hofbeamtenim Dienste Friedrichs des Grossen, besass dieser eine reicheSammlung von Kupferstichen, Holzschnitten und Bildern, diesich auf die Geschichte des Königs bezogen; während Napo-leons Aufenthalt in Berlin wurde er auf das Schloss befohlen,musste alles, was ihm noch aus Rheinsberg erinnerlich war,dem Kaiser erzählen, die vielen von ihm gestellten Fragenausführlich beantworten und schliesslich seine Sammlung ge-gen den verlangten Preis in Napoleons Besitz zurücklassen.Das Peinliche seiner persönlichen Lage kam Schulze zudeutlichem Bewusstsein, als sein erster Ausgang in Berlinihn zu Boeckh führte. „Er wohnte — berichtet Schulze —hinter dem Giesshaus bei der Frau Levi, welche er im Grie-chischen zu unterrichten hatte; in sorgenfreier Müsse konnteer seine Studien fortsetzen, er ist wohl der einzige Mann,den ich während meines langen Lebens um seine damaligeLage, die mit meinen Zuständen in grellstem Widerspruchstand, beneidet habe." Schulzes nächster Besuch galt seinemFreund Karl Köpke. Er war mit einem Zwangspass und nureinem Thaler Reisegeld in der Tasche von Halle mit meh-reren Leidensgefährten ausgezogen, auf dem anstrengendenMarsch von Marodeuren geplündert*), hatte dann aber inBerlin ein Asyl bei seinem älteren Bruder Gustav gefunden,dem späteren Director des Gymnasiums zum Grauen Kloster.Zu diesem führte er nun auch seinen Freund; Beide fandengegenseitig Gefallen an einander, Gustavs Frau rühmte Schulzeals besonders formgewandt und artig"**); er selbst gab ihm

*) Vgl. die Erzählung seines Sohnes Rudolf in dessen KleinenSchriften S. 74.

**) So erzählt Karl Köpke in einem Brief vom 30. December 1806.