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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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36 Erstes Buch. Zweites Capitel.

unter seiner Aufsicht stand, mit Hülfe von Eckhels doetrinanummorum durch Schulze ordnen Hess. Vor allem aberdankte ihm dieser die erste Bekanntschaft mit Winckelmann.Die Arbeit für die Belebung seines Andenkens hatte Goetheund Wolf näher zusammengeführt-, auf Goethes Werk, zudem er selbst beigesteuert hatte, wies Letzterer seine Zu-hörer hin; für keinen von ihnen war solcher Hinweis be-deutungsvoller als für den späteren Herausgeber der Winckel-mannschen Schriften. Und wie wichtig musste ihm auch mitRücksicht auf diese Arbeit die methodisch-philologische Schu-lung sein, die ihm durch Wolf zu Theil wurde! Neben demSeminar boten hierfür dessen exegetische Vorlesungen be-sonders gute Gelegenheit. Allerdings hat Schulze von solchennur eine bei Wolf hören können, seine Interpretation derTusculanen, bei der er namentlich das erste Buch behandelte.Schon in der Ankündigung war hervorgehoben, dass hier-bei auf die Latinität hervorragende Rücksicht genommenwerden solle; auch Schulze bewunderte namentlich die feinengrammatischen Bemerkungen des Lehrers. Zu seiner Förde-'rung im lateinischen Stil diente ihm ferner, dass er sich einHeft zu verschaffen wusste, welches in einem 1795 von Wolfspeciell hierüber gehaltenen Privatissimum nachgeschriebenwar. Dasselbe wurde von ihm mit Nachträgen versehen; esist bis heute zusammen mit seiner eigenen Nachschrift derWolfschen Vorträge über römische Alterthümer sorgsamaufbewahrt. Dass freilich Hefte am wenigsten bei WolfschenVorlesungen seine Rede ersetzen konnten, geht auch ausSchulzes Aeusserungen hervor, der seinem Lehrer nachrühmt,wie erdie Gegenstände und Gedanken, auf die er besondersGewicht legte, auch durch seinen gehobenen Vortrag bemerk-lich machte. Den Wohlklang seiner mündlichen Rede, schreibter, weiss ich nur mit der überaus sonoren und an keinenDialekt erinnernden Sprache- Goethes zu vergleichen. WolfsVortrag aus einem Gesang des Odyssee, welchen er mitAkkorden auf dem Ciavier begleitete, vergegenwärtigte mireinmal den griechischen aoidög". Wie seine mächtige Per-sönlichkeit auch ausserhalb des Hörsaals wirkte, hatte Schulzedas Glück oft zu erfahren; als er in seinem dritten Semester,