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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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Hahn. Eesewitz. G-nrlitt. 19

raus. Der polemische Eifer, den er im Alter bei dessen Ver-tretung entfaltete, ist noch neuerdings tadelnd hervorgehoben,aber auch von dieser Seite seinem Talent und seinen Lei-stungen als Pädagog hohe Anerkennung gezollt. Bei der Ueber-nahme seines Lehramts,im Frühling seines Lebens, belebtenihn nach seinen eignen Worten die feurigsten Vorsätze durchanhaltende Wirksamkeit für die Ausbildung der Jugend, seineeigne Ausbildung als Gelehrter und als Mensch zu beför-dern". Diesen Vorsätzen treu hat er 24 Jahre lang im Bergi-schen Pädagogium als philologischer, archäologischer undpädagogischer Schriftsteller und noch mehr als Lehrer er-folgreich gewirkt.Durch sorgfältige Vorbereitung auf seineLehrstunden, durch Gerechtigkeit in Behandlung der Jugend,verbunden mit Milde und Gelindigkeit, durch Nachsicht undGeduld bei geringeren Fehlern fand er den Weg zu den Herzenseiner Schüler; bei aller Nachsicht führte er strenge Ordnungund Disciplin ein." Schon 1779 wurde ihm und seinem näch-sten Freunde, dem Mathematiker Lorenz, das Rectorat derSchule übertragen; zu deren Bestem wirkten sie einträchtigzusammen, auch nachdem Schewes Eintritt in die Leitungder Anstalt eine Veränderung herbeigeführt hatte; Gurlittallein erhielt jetzt den Namen des zweiten, bei Schewes andernGeschäften in Wahrheit die Stellung des ersten Directors.Allerdings hatte er nun unmittelbar vor Schulzes Eintreffenim Kloster dasselbe verlassen, um einem Ruf an das Ham-burger Johanneum zu folgen, das ihm ein neues Leben ver-danken sollte; sein Nachfolger, der bisherige Professor amBerliner Kadettenhaus, Friedrich Strass, ersetzte ihn nachSchulzes Urtheilzwar nicht in Bezug auf gründliche undumfassende classische Gelehrsamkeit im Griechischen undLateinischen, übte aber durch seine würdige Haltung, durchsein strenges Pflichtgefühl und seine frischen Vorträge nament-lich auch über preussische Geschichte einen wohlthätigen Ein-fluss aus". Er wusste, wie Schewe schon 1803 in seinemamtlichen Berichte rühmte,Ernst und Liebe glücklich miteinander zu verbinden und das richtige Ehrgefühl der er-wachsenen Zöglinge zum Wohl der Anstalt zu benutzen.''Auch unter seinem Rectorat blieb dieser die Kraft von Lorenz

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