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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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2 Einleitung.

gegeben sind; besser haben wir namentlich auch die Lei-stungen der preussischen Verwaltung in der Zeit, in derRanke jene Worte schrieb, in der Zeit Friedrich Wilhelms III.kennen und schätzen gelernt. Doch wird auch heute schwer-lich ein Sachkundiger behaupten, dass unsere Kenntniss der-selben unseren Bedürfnissen entspreche, am wenigsten fürausreichend erklären mögen, was wir über die damaligeLeitung des höheren Unterrichtswesens wissen. Die Bedeu-tung der Thätigkeit des Ministeriums Altenstein ist im In-und Ausland anerkannt;bewundert viel und viel gescholten"sind ihre Resultate auch bei den lebhaften pädagogischenErörterungen unserer Tage. Wohl erschwert dieses Ver-hältniss eine objective historische Auffassung; nur um sodringender aber ist deshalb die Aufgabe authentische Quellenzu erschliessen, die uns eine bessere Kenntniss und ein tieferesVerständniss der Menschen und Verhältnisse jener Zeit er-möglichen. Unter diesem Gesichtspunkt dürften hoffentlichdie nachfolgenden Mittheilungen aus den persönlichen undamtlichen Aufzeichnungen eines Mannes nicht unerwünschtercheinen, welcher vierzig Jahre lang mit unermüdlichemEifer für Preussens höhere Unterrichtsanstalten gewirkt, aufsie im Ministerium Altenstein den massgebenden Einüussgeübt hat.

Johannes Schulze war zu dieser Stellung durch viel-seitige Bildung und Thätigkeit vorbereitet. Den humanenidealistischen Zug, welchen der Freund' der Weimarer Dichter-fürsten und Friedrich August Wolfs, welchen Wilhelm vonHumboldt der preussischen Unterrichtsverwaltung gegebenhatte, ihr zu erhalten, war der Schüler Wolfs, der Heraus-geber Winckelmanns besonders berufen, nachdem er inWeimar Griechisch gelehrt und auf Herders Kanzel ge-predigt, dann unter dem Druck und nach dem Sturz derNapoleonischen Macht in den Schulen des Dalbergschenund des hessischen Hanau und des eben preussisch gewordenenRheinlands ein neues deutsches Leben erweckt hatte. Sowar ihm in mehrfach bedeutsamer Richtung Anlass gegeben,die für sein Berliner Amt wichtigsten Eigenschaften, warmeEmpfänglichkeit für die grossen Culturinteressen, deren Pflege