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3 (1912) Proben der höfischen Epik aus dem XIII. und XIV. Jahrhundert
Entstehung
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TAFEL XXXm.

WOLFRHM VON ESCHENBÄCH, PÄRZIVHL.

Handschrift Q.

Cod. germ. 19 (Cim. 28) ist die seit Lachmann mit G bezeichnete Handschriftvon Wolframs Parzival, in der sich auch noch Wolframs Titurel und zwei seinerTagelieder aufgezeichnet finden. Ernst Stadler hat nachgewiesen, dass ihre Text-überlieferung eine planmässige Überarbeitung nach dem Muster der HartmannschenEpik bietet, wie sie noch ausgeprägter auch in der Münchener Tristanhandschriftvorliegt; vgl. Tafel XXXII. Sie ist in derselben Schreibstube wie diese in derersten Hälfte des XIII. Jahrhunderts geschrieben worden und zwar ebenfalls inalemannisch-elsässischer Mundart mit mitteldeutschem Einschlag. Hm 7. April 1578wurde sie der Münchener Hofbibliothek geschenkt von Junker Sebaldus Müllnervon Zweiraden, dessen schön gemaltes Wappen sich noch auf der Innenseite desvorderen Einbanddeckels befindet. Sie erhielt dort die Signatur Man. scr. TeutschSt. 2. N. 25.

Docen hat aus ihr zuerst die Tagelieder (1807) und den Titurel bekanntgemacht (1810); für den Parzival ist sie erst von Lachmann vollständig ausgenutztworden (1833).

Vgl. Docen, Miscellaneen I 1807, S. 100102 und 292. Docen, ErstesSendschreiben über den Titurel. 1810. Ferner die verschiedenen Ausgaben der WerkeWolframs, insbesondere von Lachmann 1833, 5. Aufl. 1891, Piper (in KürschnersDeutscher Nationalliteratur Bd. 5, Nachträge Bd. 162, 1898) und Martin (in derGermanistischen Handbibliothek Bd. IX) 1900/1903. Bötticher, Die Wolfram-Literatur seit Lachmann. 1880. Panzer, Bibliographie zu Wolfram von Eschen-bach. 1897. Stadler, Über das Verhältnis der Handschriften D und G vonWolframs Parzival. Strassburger Dissertation. 1906.