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3 (1912) Proben der höfischen Epik aus dem XIII. und XIV. Jahrhundert
Entstehung
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TAFEL XXXII.

GOTTFRIED VON STRASBURG,TRISTAN UND ISOLDE.

Cod. germ. 51 (Cim. 27) enthält Gottfrieds von Strassburg Tristan und Isoldemit der Fortsetzung des Ulrich von Türheim und zwar, wie Herold nachgewiesenhat, in einer durchgreifenden Überarbeitung nach dem Muster der vollendeten EpikHartmanns von Aue. Er ist die älteste Handschrift des Tristan, die sich erhaltenhat, und sicher noch in der ersten Hälfte des XIII. Jahrhunderts geschrieben, imwesentlichen in alemannisch-elsassischer Mundart mit mitteldeutschem Einschlag.Schon im Jahre 1582 ist die Handschrift in dem ältesten Katalog der herzoglichenHofbibliothek in München unter der Signatur Manuscr. Teutsch St. 4 N. 10 ver-zeichnet.

Die erste Erwähnung der Handschrift gab Joh. Christoph Adelung im Jahre1784, die erste eingehende Verwendung erfuhr sie in der Tristan-Ausgabe vonder Hagens (1823).

Vgl. Adelung, Magazin für die deutsche Sprache 1784, II. Bandes 3. Stück,S. 45. Die Ausgaben des Tristan, insbesondere von von der Hagen (1823) undMarold (6. Heft der Teutonia, 1906). Th. von Hagen, Die Handschriften desTristan in den Germanistischen Studien, Supplement zur Germania I, S. 3157(1868). Paul, Zur Kritik und Erklärung von Gottfrieds Tristan (1872, auch inder Germania N. R. V. Jahrgang). Kottenkamp, Zur Kritik und Erklärung desTristan (1879). Herold, Der Münchener Tristan. (Quellen und Forschungen zurSprach- und Kulturgeschichte, 114. Heft.) 1911.

Über die Bilder, die Maroldeinem mittelfränkischen Illuminator" zuweisenmöchte, die aber sicher nicht von einem Künstler, sondern mindestens von zweienhergestellt sind, vgl. vor allem Janitschek, Geschichte der deutschen Malerei (1890)S. 117. L. v. Kobell, Miniaturen und Initialen aus Handschriften (2. Aufl. 1893),Tafel 20, S. 45. Paul Weber in der Zeitschrift für bildende Kunst XII 1901,S. 119. Haseloff in der Deutschen Literaturzeitung 1902, Sp. 1282. Michael,Geschichte des deutschen Volkes V 1911, S. 302 f.