TAFEL XLIII.
DIE SCHLACHT VON HLISCHÄNS.
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Cod. germ. 5249,20 besteht aus 21 schmalen, zum Teil recht be-schädigten Pergamentstreifen, die sich zu vier, inhaltlich ein Ganzesbildenden Blättern zusammensetzen lassen, von denen zwei ganz, zweinur verstümmelt erhalten sind. Sie wurden im Januar 1838 durchF. Ä. Reuss im städtischen Archiv zu Kitzingen gefunden und aus einerHospitalrechnung von 1613, der sie als Falze dienten, losgelöst. DerInhalt des von Roth geordneten Bruchstückes ist ein in der poetischenForm mangelhafter, nach Suchier Concept gebliebener, Auszug aus demfranzösischen Gedicht von der Bataille d' Äliscans. Nach Suchier istdiese Bearbeitung im Niederrheinischen an der Grenze des Niederlän-dischen gegen Ende des XIII. Jahrhunderts entstanden, die vorliegendenReste sind von einem oberdeutschen Schreiber, vielleicht an der Grenzedes Bayerischen und Alemannischen niedergeschrieben worden. Alseinziger Rest einer deutschen Bearbeitung dieser beliebten Episode ausdem Sagenkreis Wilhelms von Orange neben Wolframs von EschenbachWillehalm ist das Bruchstück nicht ohne Bedeutung.
Die erste Nachricht von dem neuen Funde gab Roth 1838; denersten diplomatischen Abdruck veröffentlichte Reuss 1839, den erstenkritischen Roth 1840.
Vgl. Roth im Correspondent von und für Deutschland 1838, Nr. 122vom 2. Mai, S. 728 f. — Reuss, Fragmente eines altdeutschen Gedichtesvon den Heldenthaten der Kreuzfahrer im heiligen Lande. 1839. — Roth,Denkmähler der deutschen Sprache, S. XIV f. und 79—96. — Suchier inden Germanistischen Studien (Supplement zu Pfeiffers Germania). I 1872,S. 134—158. — Roth, Die Schlacht von Alischanz. 1874.