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TAFEL XLIV.
GARIN LE LOHERAIN.
Cod. gcrm. 198 (= Fragm. e 19) besteht nur aus einem einzigenPergamentblatt, das früher als Einband eines dicken Quartanten gedienthat. Es stammt aus dem XIV. Jahrhundert. Im Jahre 1861 wurde esvon dem Antiquar Brissei gekauft und von Konrad Hofmann als ein zuVerlust gegangenes Blatt der Giessener Handschrift des Romans derLorreinen Cod. germ. XCVIII erkannt, welcher eine mittelniederländischeBearbeitung der im französischen Originale verlorenen Fortsetzung derGeste Garin le Loherain enthält. Das Blatt ist deshalb von besonderemWert, weil es der einzige Rest des dritten Buches dieses grossen Werkesist, von dem in der Giessener Handschrift jetzt nur mehr die beidenersten Bücher erhalten sind.
Vgl. Konrad Hofmann in den Sitzungsberichten der k. b. Akademieder Wissenschaften zu München. 1861 II, S. 59—74. — V. Adrian,Catalogus codicum manuscriptorum bibliothecae Gissensis. 1840, S. 34—39und Tafel II. — Jan ten Brink, Geschiedenis der Nederlandsche Letter-kunde. 1897, S. 66—69.