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2 (1911) Mittelhochdeutsche Schriftdenkmäler des XI. bis XIV. Jahrhunderts
Entstehung
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TAFEL XXIX.

NIBELUNGENLIED

Handschrift iL

Cod. gcrm. 34 (Cim. 26) ist die seit Lachmann als Handschrift Äbezeichnete kürzeste Rezension des Nibelungenliedes. Er ist im XIII. Jahr-hundert geschrieben, nach Docens Meinung wohl noch vor 1280; dieAngabevom Jahre 1280" im Münchener Handschriftenkatalog (S. 4),nach deren Begründung schon Scherer (Zeitschrift für die österreichischenGymnasien 1867, XVIII, S. 67) fragte, ist auf eine falsche Lesung indem handschriftlichen Katalog Docens zurückzuführen. Aufbewahrtwurde die Handschrift in dem Schlosse Hohenems, dessen Besitzerin GräfinHarrach sie i. J. 1807 an den Professor M. Schuster in Prag überliess;von diesem erwarb sie darauf (1809) die Münchener Hof- und Staats-bibliothek. Eine Facsimile-Reproduktion der ganzen Handschrift gabLudwig Laistner i. J. 1886 heraus; wir legen Bl. 92 v /93 r vor, den Haupt-teil der letzten Äventiure.

Vgl. Lachmann, Der Nibelunge Not mit der Klage 1826; An-merkungen dazu 1836; neue Ausgabe mit Bezeichnung des Unechten1841 und öfter. Laistner, Das Nibelungenlied nach der Hohenems-Münchener Handschrift (Ä) in phototypischer Nachbildung, München1886. Pauls Grundriss 2 II, S. 234242. Braune, Die Handschriften-verhältnisse des Nibelungenliedes 1900 (Aus Paul und Braunes BeiträgenBd. 25, S. 2222). Kettner, Zu den Handschriftenverhältnissen desNibelungenliedes in der Zeitschrift für deutsche Philologie 1902, Bd. 34,S. 311364. Corves, Studien über die Nibelungenhandschrift Ä, ebenda1909, Bd. 41, S. 271 ff. und 437 ff. Abeling, Das Nibelungenlied undseine Literatur (= Teutonia. Heft 7 und Supplement dazu) 19071909.

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