198 Die deutschen Geißlerlicder.
Anmerkungen.
i f. Vgl. Wack. 5, Nr. 1308, 7, auch hier noch als ursprünglicher Lied-eingang erkennbar; verkünstlicht von Heinrich von Laufenberg: Es sass etffedly tnaget schon In hoher contemplation Wack. 2, Nr. 705.
3 f. Vgl. Wack. 2, Nr. 1207, 5; s. auch Bäumker Geistl. Liederb. Nr. 1, 4-
7 f. Typisches Verspaar in späteren englischen Grüßen, vgl. Wack. 2.Nr. 1159, 2; 1162, 2; aber auch in Rufen anderer Art, 2. B. Wack. 2, Nr.1218, 4, bis in moderne katholische Gesangbücher; vgl. Bäumker Nr. I, 8.
9L Künstlicheren Ursprungs; vgl. ndrhein. Marienlieder, Zs.f. d. Alt.io, 1.
11 f. Vgl. Wack. 2, Nr. 1207, 10.
13 Vgl. Bäumker Nr. 2, 23.
20 Vgl. Bäumker Nr. 1, 17; 7, 6; Wack. 2, Nr. 760, 4; 1218, 9.
31 f. Vgl. Bäumker Nr. 1, 16.
35 Vgl. Wack. 2, Nr. 1207, 22.
37 f. Da er dich fand alleine, Maria, dich vil reine Wack. 2, Nr. 806, 6aus einem jungen englischen Gruß; vgl. Bäumker Nr. 1, 6; das ist vermutlichdie ursprüngliche Fügung, nicht das reine gebet.
49 f. Vgl. Wack. 5, Nr. 1308, 26; Kehrein 1, S. 192; Bäumker Nr. 10, 7-
67 f. Vgl. Wack. 2, Nr. 1207, 28.
71 f. Schon im Melker Marienlied Müllenhoff-Scherer Denkmäler 1, 153'1 f.; vgl. Wack. 5, Nr. 1308, 32; Bäumker Nr. 5, 7.
73 f. Vgl. Wack. 5, Nr. 1411, 1; auch Nr. 1313, 4.
99 f. Vgl. Wack. 5, Nr. 1411, 24; 2, Nr. 699, 8; Nr. 1212, 7.
103 f. Vgl. Wack. 2, Nr. 706, 7.
in f. Vgl. Hoffmann von Fall. Kirchenl. S. 502, 10.
Dies Lied hat Pfannenschmid vielleicht am schwerstenmißverstanden, wenn er auch hier mit einem bestimmten Ver-fasser arbeitet, der das Lied, wie es ist, für die Zwecke derGeißler verfaßt habe und der ihm, z. T. in verhüllter Form,allerlei dogmatische Fracht mitgab (s. besonders S. 165). Esverlohnt der Mühe nicht, diese Irrtümer im einzelnen zu wider-legen. Für das Lied bezeichnend ist gerade sein ungeißlerischerCharakter, dazu seine vollkommen epische Haltung. Nur ganzwenige Strophen gehen auf Lehrmeinungen ein, und sie sindtrivialster Art (67 f. 73 f. 109 f.). Immerhin werden die Verse73 f. Do daz kindli wart geborn, Do wart gestillet gottes zortigewisse Assoziationen im Sinne ihrer Bußübung bei den Geißlernwachgerufen haben (Pfannenschmid S. 166 f.), wenn auchkeine Rede davon sein kann, daß sie, wie Pfannenschmid will»'dem Verfasser des Liedes ausschließlich angehören' (s. meineAnm.). Nirgend ist eine von der kirchlichen Lehre abweichendeMeinung auch nur angedeutet.
Das Lied hat freilich sein großes Interesse; aber es liegtauf einer ganz anderen Linie. Eine Gattung des geistlichen