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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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188
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188 Die deutschen Geißlerlieder.

Anmerkungen.

i Überaus häufig nachweisbarer Liedeingang (Hermann Damen Je 0,Hs. i20 d ; Muskatblüt Nr. 27; Hätzlerin S. 305; Wack. 2, S. 797; als solcherkünstlicheren Gepräges als die Formulierung Maria muoter unde maget, die 1Ruf ihre eigentliche Stelle hatte (s. o. S. 121 f.) und in der Kunstdichtungwesentlich seltener als Liedanfang auftritt, Reinmar v. Zweter Nr. 226 (doc 1vgl. 234. 239, 4); Meister Sigeher bei v. d. Hagen Minnes. 2, 360.

14 ausgesprochene Rufzeilen; in dieser Koppelung zumeist aber ersspät nachweisbar; 1. 2 bei Wack. 2, Nr. 1103, 5; 14 mit unbedeutenden Vari-anten, die das Wort eilend hervorruft, in Rufen des 17. Jhs., Wack. 2, Nr. 1209, 34(Z. 4 Die wir hie in großen Nöthen sind); Nr. 1212, ziemlich am Eingang deLiedes (Z. 4 Und die so ferr im Elendt sind); vgl. Nr. 1266 (Liedeingang); Tn»uns erhören, deinem kind, Dye in dem jamertal hie sind Bäumker Geistl. Liederaus dem 15. Jh. S. 17. Jünger scheint Erbarm d. u. d. K., Die in deim NaM"versamblet sind Wack. 2, Nr. 1176, 20; 1169, 7; 1170, 5; ähnlich 1174, IO -

9 Die üblichere Formulierung scheint Pringe uns zu deines chindes hfliWack. 2, Nr. 66, 5 (13.14. Jh.); Gewinne uns dines kindes hult Nr. 802, 1(15. Jh.); sie wirkt möglicherweise nach in dines kind.

13 f. Übernommene Rufzeilen, wörtlich so noch in spät überlieferteRufen, Wack. 2, Nr. 1196,4. 68S, 1; vgl. 1231,2. 1210,44. Natürlich meinendie Zeilen die letzte Wegstärkung durch Christi Leichnam vor dem Ende; so ge-nommen stellt das Verspaar in verschiedener Formulierung einen stehenden Zugim volkstümlichen Bittliede dar, vgl. etwa Hilf das ich der enget brot Mit riuw e "empfach in todes not in einem mit rufartigen Elementen versetzten Ave Man 3bei Hoffmann von Fall. Kirchenl. S. 63. Auch das geistliche Kunstlied ver-wendet ihn, Ave-Maria-Leich bei Bartsch Erlös. S. 204, V. 309 f. (rufartigbeeinflußtes Stück); Muskatbl. Nr. 18 Schluß; doch mangelt die feste Form,die Abhängigkeit vom volksmäßigen Liede erhärten könnte.

15 Feste Formel, wo Maria um Hilfe in der Todesstunde angerufen wird'vgl. Wack. 2, Nr. 1254, 2; ohne soll Nr. 719, 7. 837, 9. Das Alter der Wendungerweist Miner sünden bant zebrich, Swenn sele und Hb scheidet sich Ave-Man a "Leich V. 366 f. Friedrichs von Husen Min herze und min lip diu welle"scheiden paraphrasiert diese Vorstellung, vielleicht sogar schon diese Forme

17 Rufzeile; vgl. Wack. 2, Nr. 1172, 15; Bittlied an Maria von MicheBeheim bei Wack. 2, Nr. 860, 6.

19 ff. Die stilistische Form des folgenden mit den gehäuften Anredenund dem Wechsel von nim und für hat eine nahe Parallele in dem 'StemmMaria', bei Wack. 2, Nr. 1212, 3iff. aus Nie. Beuttners Gesangbuch von 1660 ab-gedruckt, dem auch die ersten vier Zeilen unseres Rufes entsprechen: A' slhat es der Rueff ein End, Maria, sey bey unserm letzten Endt, Und nimb wn serSeel in deine Hand Unnd reiß sie auß des Teuffels Bandt, Unna führ die Seel t*Himmelreich, Darinn lebens immer und ewigleich, Und führ sie in den obersteThron, Da singen es die Engel schon. Z. 19 auch schon in dem Ave-Maria-Lei cV. 381 f.: So hab min sele in diner hant, Euer si für unsem heilant; vgl- A2*"seel entpfach in dein hendt, Für si in deines kindes reych W r ack. 2, Nr. 1231. 7*

21 f. Vgl. O Maria, nymm unßer seel war Und füer sy an der haiUg 1 ' 1enget schar Wack. 2, Nr. 1254,9; ebenso 2, Nr. 1165, 12 wo eben statt sell n