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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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175
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Der Eiiuugsleis (Lied II). ^75

zugehören könnte, wenn es auch nicht unter seinem Namenüberliefert ist (Kolm. Hs. Nr. 182). Kochs hat vermutet (a. a. O.S. 60), daß Peter von Arberg die Weise dieses weltlichen Tage-liedes seiner geistlichen Dichtung zugrunde gelegt hat; dannw äre also die Strophe und die Melodie der Großen Tageweiseübernommen und nicht aus den besonderen Bedingungendieses Stückes heraus geschaffen. Kochs kann für sich denallgemeinen Grund in Anspruch nehmen, daß der Weg inunserer Zeit vom weltlichen zum geistlichen Liede zu führenPflegt, nicht umgekehrt; und den nicht minder triftigen, daßalsdann verständlich würde, wie das Stück zu der Bezeichnungtogewise kommt und warum es am Eingang wenigstens mite iner Zeile (Laz uns den tac mit gnaden überschinen) Anlehnunga n das Tagelied sucht. Man entschließt sich schwer, vor solchenGründen zu kapitulieren und die Gleichläufigkeit der Ent-wicklung von Text und Melodie der Großen Tageweise zu°pfern; es will an sich nicht recht einleuchten, daß ein Stücks o besonderer Entstehungsbedingungen sich mit einer ent-lehnten Strophe begnügt haben sollte. Aber auch die andereAnnahme, daß auf die Melodie des erfolgreichen geistlichenStückes nachträglich ein weltliches Tagelied gedichtet wurde,hat ihre Schwierigkeiten. Wie dem auch sein mag, die Mög-lichkeit bleibt unberührt, daß der innere Aufbau der Strophe,die Steigerung ihres stark episch durchsetzten Bittinhaltesz u den rufhaften Abgesängen, durch die ebenso gegliederteLiturgie beeinflußt ist.

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1 Nu ist die bettevart so her:Crist reit selber gen Jherusalem.Er fürt ein krütze an siner hant.Nu helf uns der heilant!

5 Nu ist die bettevart so gut:Hilf uns, herre, durch din heiliges blut,