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Die deutschen Geisslerlieder : Studien zum geistlichen Volksliede des Mittelalters
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105
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Die Liturgie (Lied i). 205

Zungen des Vokals (diu, tu, sne, entert, toi); sonst nur über w:antwt, wrgt (= würket), dwelt; diakritisch: zeit, zeünser. Dievokalischen Indices bewahrt der Abdruck getreu. Sie sindn icht durchweg als Lautzeichen gemeint. Zu einem kleinen Teilsollen es anscheinend Korrekturzeichen sein; vgl. Wän IV 31(s. Apparat) neben Won IV 109; ällii IV 32 neben elliu IV 86.So wohl auch Äs IV 13 (doch As IV 57. 76. 83), läit IV 69,selän III 21. 23. Ob und wieweit es sich hierbei um nachträg-liche Verbesserungen handelt, ist schwer zu entscheiden. Dochsei auf den Nachtrag auf Bl. 36 v (s. u. S. 114 letzte Anm.) hin-gewiesen, der zu erweisen scheint, daß mit mehr als einer Handgerechnet werden muß. Auch die zahlreichen Korrekturendeuten wenigstens teilweise auf eine nachträglich besserndeHand. Von Belang sind unter ihnen vor allem die Textände-rungen, die der Neumierung zuliebe vorgenommen wurden(s. Apparat zu II 8. 12 und vgl. das Facsimile von Lied II).Das deutet zumindest auf einen doppelten Arbeitsgang beider Aufzeichnung des Textes und der Noten.

In C sind die üppig und z. T. ins Sinnlose wucherndenIndizes e und ° schlechterdings nicht auseinanderzuhalten;der Abdruck übergeht sie, soweit es sich nicht deutlich um dieBezeichnung palatalisierter Vokale handelt. Wem an diesenorthographischen Quisquilien gelegen ist, der müßte ohnehin°-ie Schreibweise der ganzen Hs. untersuchen. Zu bemerkenw äre noch, daß die Hs. des öfteren die Kehrreimzeilen Dazhilf uns, lieber herregot usw. und Dovor behüt uns, herregot usw.durch ein davorgesetztes, mehr oder weniger stark abgekürztesr otes Repetitio hervorhebt, erstmalig vor V. 19, wo das Worta n den Rand geschrieben ist, dann vor V. 60 und 73, wo dieKehrreimangabe nachträglich im laufenden Text zwischenden Anfang des betr. Verses und den Schluß des vorhergehendengeklemmt ist, endlich vor V. 80. 87. 95. 101. 109, wo von An-ian g an eine kleine Lücke für den Einschub des roten Zeichensgelassen wurde.

In O widerstrebte es mir, nach der Praxis der 'Deutscheniexte' uvw, ij lautgerecht zu verteilen. Bei dem hd.-nd.*| ls chcharakter der Schreibweise schien es geraten, auch indiesen Dingen nichts zu verwischen. Der Abdruck bleibt hiera lso, bis auf die Abkürzungen, dem Bilde der Hs. treu.