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2 (1791)
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513Kinder selbst würden nirgends vor den Beob-achtern dieser Fehler sicher seyn,###.Dabei aber müste nun der Lehrer seine Auf-sicht über die Zöglinge, so viel als möglich,auch auf ihre Sitten, auf ihre Höflichkeit oderUnhöflichkeit im äusserlichen Betragen erstre-cken. An dieser Aufsicht fehlt es noch immerin den mehresten Schulen. Daher trifft manauch überall, besonders unter der Landjugend,noch so viel rohes ungeschliffenes Wesen an.Wo anders aber können die meisten Kinderauch in dieser Rücksicht aus dem Groben her-ausgearbeitet werden; als in den Schulen?Ich leugne nicht, daß der Modegeist unsersZeitalters im Ganzen genommen eine tadels-würdige Schwachheit sey. Allein gute Sitten,von denen ich hier rede, sind von der übermäs-ſigen Feinheit der Sitten, die der Modegeiſtverlangt, noch ziemlich weit entfernt. Durchdie letztere wird oft das natürliche Gefühl desHerzens eingeengt, aber Güte der Sitten iſtein Ausfluß des natürlichen Herzensgefühls.Ein Menſch, der ſich ſtets ein ehrerbietiges.oder freundliches Betragen zur Pflicht macht;K.k.