413Drei und zwanzigſter Brief.An Herrn Schulaufseher R.Noch neulich habe ich Sie gebeten, meinFreund! beim Unterricht in der Religion IhreZöglinge sanfter und gelinder zu behandeln*).Und jetzt hab' ich schon wieder eine andereBitte an Sie. Ich höre, Sie tragen dieLehren, wodurch sich die reformirte Kirchevon den übrigen chriſtlichen Religionspar-theien unterscheidet, mit einer Art von Hef-tigkeit vor, die kaum ihres gleichen hat. Siebreiten sich mit innigem Wohlgefallen überſolche Lehren weitläuftig aus, reden gern vonverfluchter und vermaledeiter Abgötterei*und dergleichen, und sondern auf die Art IhreGlaubensverwandten als das einzige Häuf-ein der Rechtgläubigen von den übrigen Chri-ſten ab. Ich habe nicht nöthig, Ihnen zusen, ob ich ebenfalls zu Ihren Glaubens-ver-1) Man s. den zwanzigsten Brief S. 354.Dies sind Worte des Heidelbergischen Katechisins,wo die verschiedenen Meinungen vom h. Abendmalrecensirt werden.A. d. H.
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2 (1791)
Seite
413
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