534Neun und zwanzigſter Brief.An Herrn Schulaufseher T***Ich kann mirs leicht vorstellen, mein Herr!in welcher Verlegenheit Sie sich befinden wer-den, da Sie den bisherigen Schullehrer dortdurch den Tod verloren haben. Jenes Vorur-theil gegen alle öffentliche Schulanstalten *wird nun freilich wohl aus Ihrer Seele in sofern ausgerottet seyn, daß Sie nicht mehrwünschen werden, die vakante Stelle unbesetztlassen zu dürfen. Sie werden vielmehr hof-fentlich zu der Ueberzeugung gekommen seyn,theils, daß nicht jeder seinen Kindern einenPrivatlehrer halten könne, theils, daß die-ſes, wenn es auch moͤglich wäre, doch nichteinmal gut seyn würde, weil man durch denPrivatunterricht die Vortheile eines guten öf-fentlichen Schulunterrichts nicht erreichen,wohl aber mit dem letztern die Vortheile deserstern so ziemlich vereinigen kann. Aber wo-her1) M. s. den dritten Brief. H. I. S. 31 2c.
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2 (1791)
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534
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