373Zwei und zwanzigster Brief.An Herrn Schullehrer E***Das wundert mich nicht, mein Freund! daßIhnen bei Ihrem nunmehrigen Bestreben, denKindern ihren Aufenthalt in der Schule so an-genehm, als möglich, zu machen *), die Un-terweisung in der Religion gerade am schwer-sten wird. Lehrgegenstände, die schon an sichangenehm ſind, weil ſie meiſt zu den Sinnenund zu der Einbildungskraft reden, feſſelnoft die Aufmerksamkeit der Kinder von selbst.Aber die Religion will anfangs nur durch dieLehrart empfohlen seyn, und hier wird alsoauch von Seiten des Lehrers vorzügliche Kunstund Geschicklichkeit erfordert, wenn er seineZöglinge nicht mehr gegen als für die Religioneinnehmen will. Doch — nicht nur vorzügli-he Kunst und Geſchicklichkeit wird dazu erfor-dert; er muß nicht nur die Gabe haben, dieReligionsbegriffe genau zu entwickeln, und sie,dem kindlichen Verstande anschaulich darzustel-lenAa3) M. s. den zehnten Brief. H. I. S. 157 2c.
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2 (1791)
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373
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