255Siebenzehnter Brief.###An Herrn Kand. O..1Das war ein sehr guter Einfall, lieber, un-bekannter Freund! daß Sie angefangen haben,eine Privatschule für die Mädchen zu errichten.In andern Gegenden hat man solche besondereMädchenschulen schon längst angelegt: aber esscheint, als wenn die Gewohnheit oder dasVorurtheil uns hier immer Blei an die Füßebände, so, daß wir in allen Fächern nur mitlangsamen, schwerfälligem Tritt zu Verbesse-rungen schreiten können.FörsterIch habe in mancher öffentlichen Schulenicht einmal die Mädchen von den Knaben ge-hörig abgeſondert gefunden, und noch wenigerhabe ich wahrgenommen, daß die Mädchen,wie es doch billig seyn sollte, ein eignes Gan-zes ausmachten, welches wieder in eigne Klaſ-sen abgetheilt war. Und muß nicht eine solcheUnordnung in vielen Fällen äusserst nachtheiligwerden? Mir wenigstens scheint es sehr na-türlich, daß dadurch nicht nur die Aufmerk-ſamkeit der Kinder auf beiden Seiten in hohemGrade
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2 (1791)
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255
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