Druckschrift 
2 (1791)
Seite
510
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510getroffen fühlte, einen ungemein starken Ein-druck machen würde. Es würde sie gewiß inder Stille für den schönsten Lohn seiner Hand-lung erklären, und dadurch aufgemuntert wer-den, sich in der Folge noch immer mehr umdiesen Lohn zu bewerben. Nur müste erstlichdie Erzählung ganz wahr, und auf keine Wei-se übertrieben oder vergrößert seyn. Es mü-sten auch diejenigen Umstände nicht verschwie-gen werden, wodurch die Handlung mehr oderweniger an innerm Werthe verlor. Und zum an-dern müste sie auch ganz allgemein seyn. Esmüste die Person des Kindes auf keine Art da-bei bezeichnet werden, damit die Bescheiden-heit desselben nicht in Stolz ausarten könnte,ſondern es immer noch die Frage bliebe, obder Lehrer durch ſeine Erzaͤhlung auf die guteHandlung desselben absichtlich hingezielt habe,oder nicht. Wollt' es aber deſſen ungeachtetauf diese Veranlassung unter seinen Mitschü-lern und Mitschülerinnen nachher seinen Ruhmverkündigen; so würde der Lehrer bald daraufdurch eine eben so allgemeine Erzählung dieserPharisäerei das Kind schon hinlänglich bestra-fen und zurechtweiſen können.Daraus