509digt etwa diese Erzählung als eine Belohnungihres Fleißes und ihres guten Betragens an,oder indem er das Buch zur Hand nimmt, legters auch gleich wieder bei Seite, mit der Erin-nerung, daß sie es jetzt noch nicht sonderlichverdienten, eine so schöne Erzählung mit anzu-hören, und was dergleichen Kunstgriffe mehrsind. Wie werden sie nicht aber dabei sich an-strengen! Und wie werden sie nicht nachherhorchen auf diese Erzählung!Ausserdem aber würde es auch sehr nützlichseyn, wenn der Lehrer es sich zur Pflicht machte,bei jeder Gelegenheit sich nach dem Betragenseiner Zöglinge ausser der Schule zu erkundi-gen, und die einzelnen guten Handlungen, die eralsdann von ihnen in Erfahrung brächte, her-nach in der Schule unter fingirten Namen zuerzählen. Er könnte dabei die innere Zufrie-denheit, welche nothwendig auf eine solche gu-te Handlung erfolgen muste, recht lebhaft vor-stellen. Er könnte den Menschen, der eine sol-che Handlungsart sich zur Gewohnheit gemachthätte, als einen der edelsten und glücklichstenschildern. Und ich bin überzeugt, daß einesolche Erzählung auf das Kind, welches sichgetrof⸗
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2 (1791)
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509
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