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2 (1791)
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504de führt, und wie oft jemand, der vielleichtauf einem andern Wege von der Unrechtmäßig-keit einer Handlung nicht einmal zu überzeugenist, durch ein einziges Sprüchwort überzeugt,und zum Schweigen gebracht werden kann.Es würde also gewiß sehr viel zur Bildung desHerzens beitragen, wenn der Lehrer sich be-mühte, solche Denksprüche als über allen Zwei-fel erhobene Folgeſätze aus ꝺeutlichen morali-schen Begriffen in den Seelen seiner Zöglingezu befestigen, und sie bei jeder Gelegenheitdaran erinnerte, ihr Betragen einmal nach sol-chen Denksprüchen abzumessen und zu beur-theilen.Indessen ist doch auch dies noch nicht genug.Er muß ihnen nicht bloß ſagen, daß man guthandeln müsse. Er muß vielmehr so, wie erüberhaupt von jedem Dinge den Nutzen undGebrauch anzugeben hat, auch jedesmal zei-gen, warum und wie man gut handelnmüsse.Es ist es sehr leicht gesagt: Man muß dieTugend lieben um ihrer eigenen Liebenswürdigkeit willen. Es läßt sich auch eine Weile schöndar-