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2 (1791)
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496hergenommen sind, darf man durchaus nichtdazu wählen. Es ist überflüßig, die Gründedavon hinzuzusetzen *).Aber) Unter der nämlichen Bedingung kann man sogarabsichtlich falsche Urtheile, falsche Erklärungenund dergleichen beim Jugendunterricht nicht ohneNutzen anwenden. Denn es ist psychologisch rich-tig, daß das Falsche und Sonderbare viel leichtetund sicherer wirke, als das Richtige und Gewöhnli-che. Alle Menschen von gesunden Organen habenGefühl für Disharmonie, obgleich nicht alle dieSchönheit der Harmonie empfinden. Herrn Salz-manns Anweisung zu einer unvernünftigen Erzie-hung der Kinder (Erfurt 1788. 8.) ist ganz aufdiesen Grundsatz gebaut. Giebt man also den Kin-dern zuweilen auch ein falsches Urtheil ꝛc. an, undläßt sie dann den Grund aufsuchen, warum esfalsch sey; so wird dadurch offenbar ihr Verstandmehr angestrengt, ihre Erfindungskraft mehr inThätigkeit gesetzt, als wenn man ihnen alles gerade so angiebt, wie es wirklich ist. Nur muß mansihnen freilich auf die eine oder die andere Art mer-ken lassen, daß es falsch sey, damit sie theils zurAufmerksamkeit darauf geleitet, und theils auchabgehalten werden, die Sache als eine Neckerei zubetrachten. Uebrigens haben auch verwickelteoder