Druckschrift 
2 (1791)
Seite
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488Ja, solche schriftliche Aufsätze könnten so-gar in wirkliche Tagebücher verwandelt wer-den, wenn ſie nicht nur dasjenige, was ſie gelernthätten, sondern auch ihre anderweitigen Ge-ſchäfte, die ſie verrichtet, Vergnügungen, diesie genossen, Geschichtsvorfälle, die sie erlebt,Erfahrungen, die sie gemacht, gute Handlun-gen, die sie ausgeübt, und sogar Fehltritte,die sie begangen hätten, kurz aufzeichneten.Und welche herrliche Folgen würden nicht sol-chewerden dasselbe doch wohl nicht auswendig lernensollen? Und wenn das nicht ist, wenn man nurdie Absicht hat, sie mit der Geschichte oder derWahrheit, die darin enthalten ist, bekannt zu ma-chen; so muß dieses doch auch wohl auf eine ganzandere Art geschehen. Und dazu findet sich ja auchohnehin Gelegenheit genug. Sollt es daher nichtauf alle Fälle besser seyn, sie kleine Abschnitte ausder Naturgeſchichte, der Geographie u. f. w., diesie ihrem Gedächtnisses einzuprägen bestimme sind,abschreiben zu lassen? Wäre das nicht angeneh-mer? Wäre es nicht Erleichterung des Lernens?Sähen sie dabei nicht einen gewissen Zweck ein?L. C. A. Wigands Materialien zu Vorschriften /zum Dietiren und Vorlesen in deutschen Schulen(Halberstadt 1786 ꝛc. 5 Bändchen. 8.) könntenA. d. h.dabei ebenfalls benutzt werden.