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2 (1791)
Seite
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489che Tagebücher haben! Wie sehr würden dieKinder sich hüten, Fehltritte zu begehen!Wie sehr sich beeifern, durch Fleiß, durchOrdnung, durch gute Handlungen sich auszu-zeichnen, um am Schlusse des Tages beimRiederschreiben sich mit Recht der Selbstzu-friedenheit erfreuen zu können! Aber freilichwären diese herrliche Folgen bei der Privater-ziehung eher erreichbar, weil der Lehrer damehr Gelegenheit hätte, über die unparthei-sche Abfassung solcher Tagebücher zu wachen,und sowohl den Lügner, als den Heuchler undRuhmsüchtigen in seiner wahren Gestalt darzu-stellen. Indessen könnte doch auch ein Schul-lehrer (vorausgesetzt, daß die Zahl seinerLehrlinge nicht zu groß wäre) sich in dieserRücksicht mit den Aeltern der Kinder verglei-chen, so wie er denn überhaupt mit ihnenübereinstimmen muß, wenn sie sich nicht wech-selseitig einander entgegenarbeiten wollen,und gemeinſchaftlich mit ihnen würde er als-denn gewiß die nämlichen Vortheile bewirken.Nun aber würde er auch das Recht haben,schon etwas mehr von den Kindern zu fordern.Bisher war nur dasjenige, was sie gelernt,ge-Hh5