Druckschrift 
2 (1791)
Seite
485
Einzelbild herunterladen
 

485Dies wird gewiß den Mangel eines ausführli-chen, absichtlichen, grammatikalischen Unter-richts ersetzen, und sie mit der Zeit so weitbringen, daß sie wenigstens rein, wenn gleicheben nicht schön, hochdeutsch reden können.Nachdem nun die Kinder darin eine Zeit-lang geübt worden sind; so muß der Lehrerauch anfangen, sie die nämliche Erzählungauch schriftlich aufsetzen zu lassen. Ein sol-cher Aufsatz wird alsdenn freilich zuerst nochkindisch und einfältig genug seyn, aber denndoch bei weitem nicht so kindisch und einfältig,als wenn jene Uebung im mündlichen Nacher-zählen gar nicht vorhergegangen wäre. Aus-serdem war die Erzählung ihnen angenehm.Sie konnten dieselbe sehr leicht behalten. Sieschreiben daher gewiß auch anfangs ungleichlieber solche Erzählungen nach, als sie Briefeund dergleichen schreiben. Denn es scheint je-nes schon gleich beim ersten Anblick weit weni-ger Schwierigkeiten zu haben, als dieses.Nach und nach aber kann der Lehrer sie auchdazu anführen, über einzelne Umstände in derErzählung ihre Anmerkungen mit einfliessen zulassen, so, daß auch in dieser Rücksicht ihrVer-Hh3